Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 18/2019 vom 29.04.2019, Foto: picturdesk.com
In den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der Zivildiener gesunken. Nur neun von zehn Stellen konnten besetzt werden.
Steirischer Landeshauptmann will Sozialdienst für Frauen
Für mehr als 16.000 Zivildiener hätten Rettungs-, Behinderten- und Altenbetreuungs-Organisationen Bedarf. Doch nur neun von zehn dieser Stellen können auch mit Zivildienern besetzt werden.
Denn zuletzt ist die Zahl der Wehrersatzdienst-Leister gesunken. Im Vorjahr waren rund 14.600 junge Männer im Einsatz. Im Jahr 2016 waren es noch 15.200.

Der steirische ÖVP-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer bringt jetzt ein neues Modell ins Spiel. Er hielte es „für gescheit, wenn junge Frauen zwei, drei Monate ihrer Zeit in der Jugend verbringen, um sozial tätig zu sein“.

Der Artikel 4 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verbietet Sklaverei und Zwangsarbeit. Die Wehrpflicht und der damit verbundene Zivildienst sind allerdings aus dieser Regelung ausgenommen, ebenso wie „jede Arbeit oder Dienstleistung, die zu den normalen Bürgerpflichten gehört“. Ein allgemeiner Pflicht-Sozialdienst ist deshalb für manche Verfassungsjuristen durchaus zulässig.

Andere glauben, dass in einer Gesellschaft mit Gleichberechtigung auch die Wehrpflicht für Frauen gelten müsste. In Norwegen ist das schon der Fall. Im Jahr 2014 beschloss das dortige Parlament mit großer Mehrheit die Einführung der Wehrpflicht auch für Frauen. Zwei Jahre später wurden die ersten Rekrutinnen in die Kasernen eingezogen.
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung