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Ausgabe Nr. 12/2019 vom 19.03.2019, Foto: picturedesk.com
Waltraut Haas, 91
Das Drama rund um den bösen Sturz
Hallo und grüß Gott“, meldete sich Waltraut Haas, 91, am Mobiltelefon ihres Sohnes Marcus Strahl, 51, der am Sonntagnachmittag bei ihr im Spital war. Die Stimme des „Mariandls der Nation“ wirkte fröhlich, obwohl sie eine schwere Operation hinter sich hatte. Ein doppelter Oberschenkelhalsbruch verlangte das ganze Können der Chirurgen.
„Alle sagen, dass ich so gut klinge. Ich bin guter Laune, habe heute eine Backerbsensuppe und ein Schnitzerl gegessen und denke positiv. Was soll ich sonst machen? Liege ich ruhig im Bett, tut mir nichts weh. Nur wenn ich umgebettet oder massiert werde und ich mich aufsetzen muss, habe ich wahnsinnige Schmerzen. Drei Wochen muss ich auf jeden Fall im Spital bleiben. Schade, jetzt wo der Frühling beginnt, habe ich mich schon auf meinen Garten und auf die Spaziergänge mit meinem Hund ,Puppi‘ gefreut.“

Warum sie am Dienstagabend der vergangenen Woche gestürzt ist, kann sich Haas nicht erinnern. „Ich lernte Texte und wollte mir etwas zu trinken holen. Entweder bin ich über den Teppich gestolpert oder mir wurde einfach nur schwindlig. ,Bumms‘, da lag ich und konnte nicht mehr auf.“ Eine Stunde lang lag sie hilflos im Zimmer. Erst eine Bekannte, die vorbeikam und Haas durch die Terrassentür am Boden liegen sah, verständigte ihren Sohn Marcus, der dann die Rettung alarmierte. „Die Operation verlief gut, jetzt müssen wir sie wieder auf die Beine kriegen. Denn das ist es, was meine Mutter möchte“, ließ Sohn Marcus am Telefon wissen. „Geschimpft hat er mit mir“, sagt Haas, „weil ich mein Notfallarmband nicht trug. Er bestand auf dieses Band. Ich folge ihm halt nicht immer. In Zukunft werde ich das Notfallarmband aber immer tragen, das habe ich Marcus versprochen.“

Ihre Kämpfernatur schien am Montag die Oberhand zu behalten, obwohl ihr Sohn einschränkte: „Mit dem Mobilisieren wird es aufgrund des Alters vermutlich länger dauern.“ Aber Haas ließ sich die Euphorie nicht vermiesen: „Bei den Wachau-Festspielen im Sommer will ich unbedingt dabei sein. Zum Probenbeginn Anfang Juni notfalls mit Rollator oder Krücken.“
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