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Ausgabe Nr. 12/2019 vom 19.03.2019, Foto: picturedesk.com
Ein Blumenmeer der Trauer nach dem Anschlag auf zwei Moschee
Das Video des Christchurch-
Attentäters bleibt im Netz
Das Töten dauerte 17 Minuten. Dann lagen Dutzende Tote am Boden, die in einer Moschee gebetet hatten. Mit einer Helmkamera filmte der Attentäter von Christchurch (Neuseeland) seine Bluttat und übertrug sie live auf Facebook.
Danach stürmte er noch in eine zweite Moschee und tötete wieder. Insgesamt starben mindestens 50 Menschen, auch Kinder. Der mutmaßliche Täter, ein 28jähriger Rechtsextremist aus Australien, sitzt in Untersuchungshaft. Reue habe er nicht gezeigt, heißt es. Dem mutmaßlichen Täter, der seit einigen Jahren in Neuseeland lebt, droht lebenslange Haft.

Das Video des Anschlages kann laut Experten nicht völlig aus dem Netz verbannt werden. Facebook hat nach eigenen Angaben allein in den ersten 24 Stunden nach dem Anschlag weltweit 1,5 Millionen Videos der Attacke entfernt, wobei 1,2 Millionen Filme schon beim Hochladen blockiert wurden. Doch neben den großen Internet-Firmen gibt es auch andere Plattformen, die wenig gegen solche Filme unternehmen.

Auf den Waffen und der Ausrüstung des Attentäters von Christchurch sind zahlreiche Namen und Daten zu sehen, darunter auch „Vienna 1683“, Wien 1683. Das bezieht sich auf die zweite Wiener Türkenbelagerung. Sie endete durch den Sieg des Entsatzheeres unter der Führung des polnischen Königs Jan Sobieski über die Osmanen.
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