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Ausgabe Nr. 5/2019 vom 29.01.2019, Fotos: Sony Music
v.l.: Brian Littrell, 43, Alexander James McLean, 41, Nick Carter, 39, Kevin Richardson, 47, und Howie Dorough, 45, gelang ein fulminantes Comeback.

Am 28. Mai treten sie im Zuge ihrer Welttournee in der Wiener Stadthalle auf.
Das neue Album „DNA“ ist seit Freitag im Handel
Sie sind wieder richtig gut drauf
Seit dem Jahr 1993 sind Howie Dorough, Kevin Richardson, Nick Carter, Alexander James McLean und Brian Littrell als „Backstreet Boys“ aktiv. Bis auf das Küken Carter haben alle inzwischen die 40 überschritten, und sie haben von allergrößten Triumphen bis zu existenzbedrohenden Krisen alles erlebt, was im Popgeschäft zu erleben ist. Aber die fünf Sänger haben nie aufgegeben, und nun ernten sie auf ihre alten Tage den Lohn der Hartnäckigkeit. Mit der Sommersingle „Don‘t Go Breaking My Heart“ landeten die „Backstreet Boys“ nach zig Jahren wieder einen Hit, und ihr neues Album „DNA“ ist gespickt mit weiteren Hits. „No Place“ sticht da etwa hervor, aber auch „Chances“, an dem der junge Kollege Shawn Mendes mitkomponiert hat. Viel Stoff für den WOCHE-Reporter Steffen Rüth, dem AJ McLean gegenübersaß.
Sie sind am 9. Jänner 41 Jahre alt geworden. Wie haben Sie den Geburtstag verbracht?
In den Bergen, in Davos. Ich war auf Einladung eines Unternehmens, mit dem ich arbeite, und das jährlich Spaßwettkämpfe veranstaltet, in der Schweiz. Wir haben also Schneevolleyball gespielt und Fußball auf einem zugefrorenen See. Alles war entspannt, lustig, friedlich und harmonisch. Ich musste nur aufpassen, mir nichts zu brechen, denn ab Februar treten wir ja wieder in Las Vegas (USA) auf, und im Mai beginnt die Welttournee.

Friede und Harmonie scheinen zunehmend Fremdworte zu werden. Wie lässt sich da gegensteuern?
Wir brauchen Frieden und Gemeinsamkeit mehr als je zuvor. Wir müssen uns mehr umeinander kümmern, nachgiebiger und mitfühlender werden. Wenn alle Menschen so wären, was leider nie passieren wird, dann ergäben sich unendliche Möglichkeiten, die Welt voranzubringen.

Kann Musik einen Teil dazu beitragen, die Menschen zu vereinen?
Selbstverständlich. Musik schenkt den Menschen Freude und kleine Glücksmomente. Wir sind jetzt seit 26 Jahren zusammen, und jedes Mal, wenn wir beim Konzert ins Publikum blicken und all diese lachenden, kreischenden, manchmal weinenden Gesichter sehen, berührt uns das. Wir kennen diese Menschen nicht, wir wissen nichts über ihr Leben, ihre Geschichten, ihre Kämpfe, aber in diesen zwei Stunden ist das alles egal, da geht es nur um die Musik.

Warum läuft es bei den „Backstreet Boys“ eigentlich wieder so gut?
Alles fing an, als wir vor fünf Jahren einen Kurzauftritt in dem Film „This Is The End“ hatten. Danach merkten wir, dass wir immer noch auf der ganzen Welt Arenen füllen können, und Las Vegas, wo wir seit zwei Jahren regelmäßig auftreten, hat uns wieder nach vorne katapultiert. Im Sommer kam schließlich „Don‘t Go Breaking My Heart“ und kein anderes Lied im Radio klang wie unseres. Es ist zeitgemäß, aber auch klassisch, mit einer starken Melodie. Wir haben eine Wiederbelebung und Wiederentdeckung hinter uns. Solche Comebacks passieren nicht vielen Bands nach 25 Jahren. Sogenannten „Boybands“ schon gar nicht.

Ist Ihnen der neuerliche Erfolg wichtig?
Ja. Niemand möchte zum alten Eisen gehören. Wir haben hart dafür gearbeitet, dass es heute wieder läuft. In jeder Hinsicht. Ich wache hin und wieder auf und frage mich, ob das alles ein Traum ist. Ich lebe in einem wunderschönen Haus in Thousand Oaks, einem Vorort von Los Angeles, zusammen mit einer wunderschönen Frau und zwei wunderschönen Mädchen. Das Leben ist verdammt gut.

Im Video zur neuen Single „No Place“ machen Sie ganz alltägliche Dinge mit den Frauen und Kindern. Was bedeutet Ihnen Ihre Familie?
Alles. Meine Mädchen sind meine größten Anhänger. Besonders die jüngste, die bald zwei wird. Sie kennt schon jedes einzelne „Backstreet Boys“-Video und schreit immer „Papa, tanzen“. Heute sind wir alle verheiratet und haben Kinder. Der Zusammenhalt ist durch das Väterwerden groß geworden, es gibt ein neues Respektniveau zwischen uns fünf. Wenn wir frei haben, wollen wir bei unseren Familien sein.
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