Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 3/2019 vom 15.01.2019
Chiara Loibner, geboren am 10. Dezember 2009 in Graz, lebt mit Mama Jennifer Loibner und deren Partner Klaus Voit in Kalsdorf und besucht die dritte Klasse der örtlichen Volksschule. Mit dreieinhalb begann sie ihre „Eislaufkarriere“. Mit neun erhielt sie die Chance, zum ersten Mal vor großem Publikum aufzutreten. In der „Holiday on Ice Academy“, die den Eiskunstlauf-Nachwuchs fördert, gewann Chiara Loibner einen Auftritt bei „Holiday on Ice Atlantis“ in der Wiener Stadthalle.

Kartentel.: 01/7999979, www.stadthalle.com
„Ich mache gerne Dreifach-Sprünge“
Mehr als 150 Nachwuchstalente aus dem deutschsprachigen Raum bewarben sich um einen Auftritt bei „Holiday on Ice Atlantis“. Chiara Loibner, 9, aus Graz überzeugte die Jury. Die WOCHE sprach mit der „Prinzessin auf dem Eis“.
Hallo Chiara, du kommst gerade vom Eislauftraining zurück. Wie war’s denn?
Gut (kurz angebunden und ein bisschen schüchtern). „Chiara, du bist ja vor deinem ersten Interview aufgeregter als vor deinem großen Auftritt bei ,Holiday on Ice‘“, muntert Jennifer Loibner, 33, lachend ihre Tochter zum Reden auf. Damit ist das Eis gebrochen, Chiara taut rasch auf und zeigt sich selbstbewusst von ihrer gesprächsfreudigen Seite.

Wie sieht dein Tag aus?
Ich gehe zu Fuß von der Schule heim und mache meine Hausaufgaben. Wenn ich damit fertig bin, ist meine Mama schon von der Arbeit zurück. Nach dem Mittagessen bringen mich meine Mama oder mein Opa zum Training ins Eisstadion Graz-Liebenau. Das mache ich von Montag bis Freitag.

Das klingt ziemlich anstrengend. Bleibt dir da noch Zeit, Freunde zu treffen?
Das ist für mich gar nicht anstrengend, weil ich beim Eislaufen immer viel Spaß habe. Meine Freunde sehe ich eh in der Schule. Und mit Vivien, meiner besten Freundin, treffe ich mich zum Spielen bei ihr oder bei mir zuhause. Am Wochenende fahre ich gerne Hoverboard (eine Art Skateboard), das gefällt mir gut.

Wie lange dauert eine Trainingseinheit?
Drei Stunden, davon bin ich eineinhalb Stunden auf dem Eis. Der Rest sind Trockentraining, Ballett und Dehnungsübungen. Wichtig ist, dass ich gut aufgewärmt bin, bevor ich aufs Eis gehe.

Das schützt dich vor Verletzungen. Bist du schon gestürzt und hast dir weh getan?
Nein, nicht richtig. Bisher habe ich Gott sei Dank nur ein paar blaue Flecken abbekommen. Aber das war alles nicht so schlimm, ich passe eh gut auf.

Du bist jetzt neun. Deine Trainerin, Manuela Brandstätter, sagt, dein Können liege weit über dem Durchschnitt in deiner Altersklasse. Was beherrschst du bereits?
Mit sieben konnte ich alle Einfachsprünge und alle Doppelsprünge mit Kombinationen. Jetzt bin ich gerade beim Üben des Dreifach-Salchows, der geht auch schon ganz gut. Meine Trainerin meint, da fehlt nicht einmal ein Achtel, dann ist es ein perfekter Dreifach-Salchow.

Hast du ein Vorbild? Gibt es Eiskunstläufer, die du bewunderst?
Ja, wunderbar ist Alexandra Trussowa. Sie kann mit 14 schon den vierfachen Salchow und den vierfachen Toeloop. Springen mag ich überhaupt gerne.

Verrätst du, was du den 4.500 Zuschauern in der Wiener Stadthalle am 16. Jänner zeigen wirst?
Die Choreografie für meinen Auftritt habe ich mir selbst ausgedacht, sie zuhause im Wohnzimmer ausprobiert und dann nur meiner Trainerin gezeigt. Es soll eine Überraschung werden. Nicht einmal meine Mama kennt meine Choregrafie. Deshalb verrate ich nur, dass es ein Mix aus Schritten, Pirouetten und Sprüngen wird.

Wie hast du dich für den Auftritt beworben?
Meine Mama drehte ein Video von mir mit meiner Choreografie. Am Schluss der Aufnahme sagte ich: „Ich hoffe, ich bin die Richtige für ,Holiday on Ice‘, weil ich gerne eislaufe und weil ich es gut kann.“

Bist du schon aufgeregt, zum ersten Mal vor so großem
Publikum auf dem Eis zu tanzen?

Ja, ein bisschen schon. Ich bin bis jetzt noch nie vor so vielen Menschen aufgetreten. Bei unseren Bewerben sind ja immer wenige Zuschauer, meistens nur Eltern und Großeltern, dabei. Aber ich denke nicht an die vielen Menschen, weil ich mich ganz auf meine Kür konzentrieren werde.

Ein paar vertraute Gesichter werden schon dabei sein. Wer wird dich nach Wien begleiten?
Mama und Papa natürlich, meine Trainerin, meine beste Freundin Vivien und auf alle Fälle mein Opa. Denn er sagt immer, dass er mein größter Anhänger ist. Opa kann auch ein bisserl eislaufen. Zu Hip-Hop und zu Musik von Michael Jackson tanze ich vor und er macht die Schritte nach. Das ist oft lustig mit ihm.

Du bist 135 Zentimeter groß und 30 Kilo leicht. Achtest du auf deine Ernährung? Gibt’s einen speziellen Speiseplan für dich?
Nein, ich esse ganz normal. Meine Mama sagt immer, dass eine „ausgewogene Ernährung“ wichtig sei. Ich darf schon auch naschen, halt nicht zu viel. Zu Weihnachten habe ich sicherlich ein bisschen zu viele Kekse gegessen. Dafür esse ich jetzt wieder weniger süße Sachen.

Apropos Weihnachten, was hat dir denn das Christkind
gebracht?

Einen Schreibtisch, ein Mobiltelefon und einen einteiligen Eislaufanzug zum Trainieren.

Bei deinem Auftritt wirst du wie die Profis im Glitzerkleidchen übers Eis tanzen. Mit dem hübschen Kleid hast du auch für den WOCHE-Fotografen posiert. Wer hat denn das schöne Kleid ausgesucht?
Das durfte ich mir selber aussuchen. Es ist absolut mein Lieblingskleid, weil es funkelt und glitzert. Noch dazu in meinen Lieblingsfarben. Außerdem kann ich mich damit gut bewegen und bei meinem großen Auftritt darin glänzen.
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung