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Ausgabe Nr. 1/2019 vom 01.01.2019, Fotos: Roland Haschka/QParks, José Crespo
Flott dahin geht es auf dem neuen „Funcross“ bei der Kornockbahn im Schigebiet Turracher Höhe (K/Stmk)
Auf Reifen durch den Eiskanal
Tobogganing Park: Erwachsene 24 Euro, Kinder 16 Euro, Aufpreis Sprung ins Luftkissen 3 Euro, Aufpreis Looping 7 Euro, die Karten sind eine Stunde und 50 Minuten gültig, Tel.: 0041 79 377 96 71, www.tobogganing.ch
Attraktionen in den Schigebieten
Der Schiort Maria Alm (S) wurde mit zwei neuen Gondeln an das Hauptschigebiet am Aberg angebunden und erhielt dadurch eine längere Panoramarunde. Auf der Turracher Höhe (K/Stmk.) gibt es zwei neue Erlebnispisten und in der „SkiWelt“ Wilder Kaiser (T) treffen die Wintersportler auf Hexen.
Dieser Winter hat einiges zu bieten. Auf prall aufgeblasenen Reifen sausen Wintersportler in präparierten Bahnen mit bis zu 60 Stundenkilometern hinab. Diesen Spaß im Schnee haben sie Silvio Giobellina zu verdanken. Der 64jährige ist Weltmeister im Bobfahren und baut jedes Jahr einen Schneepark in der Schweizer Gemeinde Leysin nahe Montreux am Genfer See.

„Ich habe auf Leysins verschneiten Straßen meine Leidenschaft für den Bobsport entdeckt. Als ich meine Karriere beendete, wollte ich meinem Dorf etwas zurückgeben“, erklärt Giobellina seine Motivation, den „Tobogganing Park“ in den Waadtländer Alpen zu errichten.

Ein „Toboggan“ ist ein kufenloser Schlitten, der ursprünglich aus Birkenholz hergestellt wurde. In Leysin setzen die Betreiber aber auf aufblasbare Reifen.

Der Start befindet sich auf einem fünf Meter hohen Turm. Es gibt zehn verschiedene Pisten, einige davon sind auch für Kinder geeignet. Eine Abfahrt führt durch eine 360-Grad-Kurve, bei einer anderen landen die Sportler nach einem Höhenflug auf einem weichen Luftkissen. Doch die sprichwörtlich steilste Attraktion ist ein neuer Looping. Die Besucher sind für einen Moment kopfüber in der Luft.

„Wem beim Anblick der steilen Pisten die Knie schlottern, gibt sich entweder einen Ruck oder zieht sich ins angrenzende Schneedorf zurück. Dort werden in Iglus Speisen und Getränke angeboten. Ich kann beides empfehlen“, schmunzelt der Schweizer.

Mit Hexen Schi fahren, experimentieren und speisen

Jede Menge Spaß gibt es auch in der „SkiWelt“ Wilder Kaiser in Söll (T). Dort fegen Hexen über die Schipisten. Von Sonntag bis Donnerstag mischen sie sich unter die Schifahrer. „Sie führen auf der Piste Experimente durch und lassen sich auch fotografieren“, erzählt Anita Baumgartner von der „SkiWelt“ Wilder Kaiser.

Am Vormittag sind sie um 10.76 Uhr vor ihrem Hexenhaus, der Simonalm, anzutreffen. Dort brauen sie ihren Hexentrank in einem großen Kessel über offenem Feuer. „Es darf jeder von ihrem Gebräu probieren, die Rezeptur behalten sie aber für sich“, schmunzelt Baumgartner.

Die kuriose Uhrzeit sorgt bei den Wintergästen für Stirnrunzeln. „Im Hexenwinter ticken die Uhren anders. Wir wollen damit unsere Gäste zum Nachdenken anregen“, erklärt die Tirolerin. Die Hexen wollen nur so viel verraten: „Um die verhexte Zeit zu lesen, brauchen die Besucher weder Hut noch Besen. Des Rätsels Lösung finden kann ein jeder, der sein Köpfchen einschaltet.“

In der Simonalm bitten sie Hungrige auch zu Tisch. Pünktlich zu Mittag, um 11.64 Uhr, servieren sie ein Hexenmahl, bei dem zeitweise im Dunkeln gegessen wird. Für das Hexenmahl ist eine Reservierung notwendig
(Tel.: 05333/5260, Erwachsene 55 Euro, Kinder 30 Euro).

Um 12.69 Uhr rauschen sie dann zum Alpengasthof Hochsöll. Die geselligen Hexen lassen sich aber auch in anderen Gasthöfen blicken und setzen sich an die Tische.

Nach ihnen benannt sind auch zwei neue Attraktionen, die Hexenwelle und der Hexenschuss. Die Hexenwelle ist eine Erlebnispiste, sie befindet sich bei der Abfahrt Nummer 46. Beim Hexenschuss können die Schifahrer messen, wie schnell sie bergab unterwegs sind.

Im Rausch der Geschwindigkeit

Flott dahin geht es auch auf dem neuen „Funcross“ bei der Kornockbahn im Schigebiet Turracher Höhe (K/Stmk). Steilkurven, Wellen und Sprünge stellen die Geschicklichkeit auf die Probe. Kurz vor dem Ziel heißt es, in die Hocke zu gehen. Denn hier wird die Geschwindigkeit gemessen. Neu in diesem Winter ist zudem die 1,5 Kilometer lange Erlebnispiste „XXL Fun-
slope“ bei der Schafalmabfahrt.

Zwei neue Seilbahnen und eine längere Panoramarunde

Ein lang gehegter Wunsch ging in diesem Winter im Schigebiet Hochkönig (S) in Erfüllung. Der Ort Maria Alm und dessen Hausberg Natrun wurden mit zwei neuen Gondelbahnen an das Hauptschigebiet am Aberg angebunden. Früher mussten die Wintersportler auf Bus oder Auto zurückgreifen.

Dadurch erweiterte sich die Panorama-Schirunde „Königstour“ von fünf auf sechs Gipfel, da nun auch der Gipfel Natrun dabei ist. Sie ist fortan 35 Kilometer lang. widlak
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