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Ausgabe Nr. 49/2018 vom 04.12.2018, Fotos: Getty Images, WMG
Rita Ora liebt Kleider. Sie hat einen kompletten Lagerraum voll. Weil die Kleider so schön sind, möchte die Sängerin sie nicht weggeben.
Ein Album mit Hit-Potenzial. Es ist bereits im Handel.
„Ich bin schrecklich unordentlich“
Beklagen kann sich Rita Ora, 28, nicht. Seit mehr als einem Jahr reiht sie Hit an Hit. „Your Song“, „Anywhere“, „Lonely Together“ und „For You“ kamen allesamt beim Publikum prächtig an. Dementsprechend hoch liegt die Latte für „Phoenix“, Oras nach langen Verzögerungen endlich fertig gewordenes zweites Album. Der WOCHE-Reporter Steffen Rüth sprach mit der britischen Sängerin, die zwischen den Welten tanzt. Einmal verrucht, dann wieder fromm.
Sie spielten in allen drei Teilen der Erotik-Reihe „Fifty Shades of Grey“ mit und sind dann vor den Augen von Papst Franziskus bei der Heiligsprechung von Mutter Teresa aufgetreten. Wie passt das zusammen?
Super passt das zusammen (lacht). Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass der Papst die „Fifty Shades“-Filme kennt, aber das bin alles ich, das ist alles Rita.

Haben Sie sich ein bisschen mit dem Papst unterhalten?
Nein, nein. Ich war einfach nur dort auf der Feier im Vatikan und sang „What Child Is This“. Mutter Teresa stammte, wie ich, aus dem Kosovo. Ich bin stolz und glücklich darüber, was ich alles machen kann. Aber noch viel ergriffener war meine Mutter.

Hat Ihre Familie Ihre künstlerischen Ambitionen immer unterstützt?
Voll und ganz. Meine Mutter hat mich von klein auf ermuntert, mich kreativ auszuprobieren. Sie hat mir geraten, zum Schulchor zu gehen und in die Musikschule, später hat sie mich auch unterstützt, als ich mich an einer Theaterschule bewarb.

Im Lied „Soul Survivor“ singen Sie: „I started with nothing – I‘ve got nothing to lose“, also „Ich hatte nichts, also habe ich auch nichts zu verlieren.“ Waren Sie arm?
Arm nicht, aber wir waren definitiv erst recht nicht reich. Wir waren Einwanderer. Meine Familie hat alles in unser neues Leben in Großbritannien reingelegt, ich habe mich extrem angestrengt. Aber wenn mir jemand von jetzt auf gleich alles wegnehmen würde, wäre ich immer noch Rita. Ich würde daran nicht zugrundegehen.

Ihr neues Album ist nach „Phoenix“ benannt, dem Vogel, der aus seiner eigenen Asche wieder aufersteht und fliegt.
Ich gebe zu, das Bild war naheliegend (lacht). Ich bin keine Expertin in griechischer Mythologie. Ich habe über den Vogel „Phönix“ im Internet nachgelesen und war begeistert. Das bin ich. Nach all den Hochs und Tiefs bin ich endlich angekommen. Ich fühle mich lebendig, leicht. Ich habe nicht vor, mich jemals wieder stoppen zu lassen. Auch deshalb wollte ich sichergehen, dass meine neuen Stücke perfekt sind.

Sind Sie insgesamt eine Perfektionistin?
Ein bisschen schon, ja. Mit einer Ausnahme. Ich bin schrecklich unordentlich. Zuhause liegt bei mir alles herum. Es ist unmöglich, jemanden mitzunehmen, ohne vorher gründlich aufgeräumt zu haben.

In welchem Zimmer ist das Chaos besonders schlimm?
In allen. Nein. Im Schlafzimmer. Das Schlafzimmer sieht furchtbar aus. Überall liegen Kleider herum. Ich kann den Boden kaum noch sehen. Na ja, ich kann wohl nicht in allem gut sein. Oh, habe ich mich soeben selbst gelobt?

Haben Sie.
Entschuldigung. Ja, Ordnung halten ist nichts für mich. Erst wenn ich nicht mehr weiß, wie ich von der Tür ins Bett komme, räume ich ein bisschen auf.

Wahrscheinlich haben Sie zu viele Kleider?
Unvorstellbar viele. Zusätzlich zur Wohnung habe ich einen ganzen Lagerraum voll. Wenn ich die Tür aufmache, kommen mir die Sachen entgegen.
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