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Ausgabe Nr. 45/2018 vom 06.11.2018, Foto: picturedesk
Auch 2011 streikten die Metaller. Damals forderten sie 5,5 Prozent mehr Lohn. Geworden sind es 4,2 Prozent. Heuer will Gewerkschafter Rainer Wimmer (li.) fünf Prozent mehr.
Streik-Drohung: Die Metaller wollen fünf Prozent mehr Lohn
Auftragsstand, Produktion und Exporte sind auf einem Top-Niveau. Die Gewinne sprudeln. Jetzt muss es auch in den Taschen der Arbeitnehmer rascheln“, ließ Rainer Wimmer schon zu Beginn der Kollektivvertragsverhandlungen verlauten.
Jetzt droht der Chef der Produktionsgewerkschaft PRO-GE und SPÖ-Nationalratsabgeordnete mit Streik, wenn es bei der nächsten Verhandlungsrunde am 8. November zu keiner Einigung kommt. Die Gewerkschaft will fünf Prozent mehr Lohn und einen Mindestbetrag von 100 Euro für die rund 192.000 Beschäftigten der Metallindustrie.

Die Arbeitgeber haben zuletzt gut zwei Prozent Inflationsausgleich angeboten plus einen Anteil an der Produktivitätssteigerung. Es werde „einen echten Reallohngewinn geben“, sagte Christian Knill, der Obmann des Fachverbandes Metalltechnische Industrie Ende Oktober. Doch: „Die Gewerkschaften agieren heuer leider nur politisch und nicht im Sinne der Beschäftigten. Ihre überzogenen Forderungen sind unseriös und nehmen unsere Branche in Geiselhaft für eine politische Kampagne.“ Bis zur nächsten Verhandlungsrunde stehen 300Betriebsversammlungen auf dem Gewerkschafts-Programm.

Kommt es danach zu keinen Ergebnissen, soll es ab 9. November die ersten Kampfmaßnahmen geben. Das könne „auch Streik heißen“, sagt der PRO-GE-Chef Wimmer.
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