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Ausgabe Nr. 42/2018 vom 16.10.2018, Foto: Hörmandinger
Am 3. November, um 19.15 Uhr, beginnt das „Nashville“-Fest im Alfa Zentrum Steyrermühl. Karten: www.nashville-band.at oder shop.viertbauer.at, 0699/11661452.
Mehr als nur Wilder-Westen-Romantik
Die Stadt Nashville im US-Bundesstaat Tennessee ist die Hochburg der Country-Musik. Alle berühmten Musiker hatten dort ihren Auftritt, nicht zuletzt die Legende Johnny Cash, dem ein eigenes Museum gewidmet ist. Auch die Country-Band „Nashville“ aus dem oberösterreichischen Salzkammergut begeisterte bereits die Amerikaner.
Hierzulande gelten die vier Musiker rund um den Sänger und Komponisten Peter „Little Pete“ Gruber als Aushängeschilder der Country-Musik. Mit ihrem neuen Album „Area Fifty Now“ lädt die Band am 3. November in Steyrermühl (OÖ) zum „Nashville“-Fest. Was ihn an dieser Art der Musik begeistert, erzählt der 29jährige Maschinenbauingenieur im Gespräch mit der WOCHE.

Herr Gruber, woher kommt Ihre Begeisterung für die Country-Musik?
Seit meiner Kindheit bestand mein Leben zu einem großen Teil aus Musik. Mein Vater (Alois „Big Daddy“, er spielt in der Band den Bass) war diesbezüglich die Schlüsselfigur und hat mir im zarten Alter von sechs Jahren erstmals seine stahlbesaitete Westerngitarre in die Hände gedrückt. Soweit so gut, bis die ersten „Verletzungen“ an den Fingerkuppen auftraten. Das folgende Weihnachtsfest bescherte mir dann die erste Kindergitarre mit Plas-
tiksaiten. Von diesem Tag an wurde täglich mit „Big Daddy“ zu diversen Platten von „Creedence Clearwater Revival“, Hank Williams sen., Willie Nelson oder Johnny Cash gespielt.

War es da naheliegend, dass Sie sich im Fasching als Cowboy verkleideten?
Ich behaupte, es gibt nicht ein einziges Kind, das nicht zumindest einmal als Cowboy oder Cowgirl im Fasching unterwegs war. So natürlich auch ich. Aber ich glaube, im Jahr darauf war ich dann Indianer. Wichtig ist, dass es einen Unterschied gibt zwischen „Cowboy spielen“ und „Cowboy-Musik spielen“. Dieser Unterschied ist leider noch nicht bei allen, die meinen, sich „verkleiden“ zu müssen, um ein Country-Musik-Konzert zu besuchen, durchgedrungen. Das ist eine von vielen Botschaften, die wir als Country-Rock-Band den Menschen vermitteln wollen.

Worin liegt für Sie der Reiz dieser Musik?
In der einzigartigen Vielfalt. Es gibt keine zweite Musikrichtung mit so vielen Crossover-Möglichkeiten wie in der amerikanischen Volksmusik und der Musikmarkt beweist es uns täglich aufs Neue. Plötzlich lassen sich bekannte Rapper mit Country-Sängern auf ein Duett ein oder Schlagersänger texten uralte Country-Lieder auf Deutsch um oder ein US-Rocksänger produziert nach zehn erfolgreichen Studioalben auf einmal ein Country-Musik-Album. Es scheint, als ob es nur in dieser Musik keine Grenzen der Kreativität gebe. Diese Kreativität begleitet mich täglich im Texten und dadurch entsteht auch bei
„Nashville“ der eigene Stil, der schon lange nicht mehr nur aus traditioneller Country-Musik besteht.

Zur Country Musik gehören auch Tänze. Beherrschen Sie den Square-Dance?
Nein. Da ich tänzerisch absolut talentfrei geboren wurde, habe ich es weder versucht, noch daran gedacht, es jemals zu versuchen. Das sollten die Menschen praktizieren, die nicht über ihre eigenen Beine fallen.

Stehen bei Ihnen zu Hause jede Menge Cowboy-Stiefel herum?
Ich bin kein Cowboy und war nie ein Cowboy. Niemand wird mich mit Cowboyhut, Sporen, Stiefeln und Grashalm im Mund durch die Straßen ziehen sehen. Ich bin Österreicher, ich liebe dieses Land, ich besuche gerne die USA, fahre einen Dodge RAM und spiele englischsprachige Musik.

Am 3. November im Alfa-Zentrum in Steyrermühl, beim großen „Nashville“-Fest. Was erwartet die Besucher?
Zunächst ist die Wiener Band „New West“ zu sehen. Danach folgt die Country-Legende Jonny Hill, unter anderem mit seinem Hit „Ruf Teddybär eins vier“. Ab 21.15 Uhr unterhalten wir zwei Stunden lang die Besucher. Für Whisky und Speisen ist ebenso gesorgt.
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