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Ausgabe Nr. 40/2018 vom 02.10.2018, Foto: Gepa
Djuricin und Kühbauer am vergangenen Wochenende.
Trauerspiel in Grün-Weiß
Er hatte es nicht leicht. Goran Djuricin trat als Rapid-Trainer ein schweres Erbe an. Für ihn war die Ernennung zum Trainer der Grün-Weißen zweifellos der Höhepunkt seiner Trainer-Tätigkeit, aber, bei aller Wertschätzung, einen Mann wie ihn auf diesen Posten zu setzen, war von vorneherein riskant. Dementsprechend blies ihm ordentlich Gegenwind ins Gesicht.
Djuricin trainierte zuvor SV Neuaigen und den ASK Ebreichsdorf, das sind keine Empfehlungen, ehe er zum Co-Trainer der Rapidler ernannt wurde und im Vorjahr dann zum Trainer aufstieg. Großer Erfolg war ihm nie beschieden, doch konnte er immer wieder mit Siegen zwischendurch seinen Rauswurf hinauszögern. Bei den Anhängern kam das nicht gut an. Seit Monaten gab es Pfeifkonzerte gegen ihn und Transparente mit schrecklichen Sprüchen wurden gezeigt. Es ist natürlich das Versäumnis der Vereinsführung, vor allem des Schweizer Geschäftsführers Sport, Fredy Bickel, derart lange zugewartet zu haben. Der nun einen Trainer einsetzen müsste, der etwas zu sagen hat. Bislang pfuschten der Vorstand und die Anhänger zu sehr ins Trainergeschäft hinein. Ich habe es schon einmal erwähnt. Der Didi Kühbauer, ein ehemaliger Rapidler, wäre die Idealbesetzung. Dass ausgerechnet er mit seiner Mannschaft aus St. Pölten Djuricins Entlassung durch einen Sieg über Rapid besiegelte, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Für Rapid werden die nächsten Tage schwer. Am Donnerstag muss das Team in der Europa League auswärts gegen die Glasgow Rangers aus Schottland antreten, am Sonntag empfängt Rapid Mattersburg in der Meisterschaft, um den miesen Platz acht in der Tabelle zu verlassen.
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