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Ausgabe Nr. 39/2018 vom 25.09.2018, Foto: Universal Music
Rod Stewart
Er hat Spaß bei der Arbeit und ist schwer verliebt.
„Ich kann meiner Frau Penny nicht widerstehen“
Er singt wunderschöne Balladen. Das hat Rod Stewart, 73, in den vergangenen Jahrzehnten getan und das macht er auch auf seinem 30. Studioalbum, das am Freitag, dem 28. September, in den Handel kommt. „Blood Red Roses“ zu produzieren, sei für ihn das reinste Vergnügen gewesen, meinte der im Jahr 2016 von Prinz William zum Ritter geschlagene Sir Roderick.
Sie haben schon viele Platten aufgenommen. Wird das nicht langweilig?
Im Gegenteil, ich habe heute mehr Freude daran. Und „Blood Red Roses“ zu produzieren war ein Vergnügen. Sonst würde ich diese Arbeit auch nicht tun. Warum soll ich mich abrackern? Aber ganz sicher ist es besser, als eine Straße zu teeren.

Hat sich die Arbeit verändert?
Eindeutig, ich arbeite transatlantisch. Ich erledige viel mit dem Laptop. Ich schreibe Texte, schicke sie meinem Co-Produzenten nach Amerika und der fügt dann Schlagzeug, Bass und so weiter ein. Dadurch sparen wir viel Zeit, das macht mich froh. Billiger ist es auch noch, denn so muss ich nicht die ganze Zeit für das Studio und für die Musiker zahlen.

Was machen Sie mit der Zeitersparnis?
Die verbringe ich am liebsten mit meinen Kindern. Und mit vielen anderen Sachen.

Welche denn zum Beispiel?
Das geht Sie einen Sch… an (lacht).

Na, also wirklich …
Ich habe im Sommer ein bisschen gearbeitet, war auf Tournee mit Cyndi Lauper, ansonsten bin ich mit meiner Frau Penny und unseren beiden Kindern im Urlaub in Italien gewesen. Die Kinder sind das Allerwichtigste für mich. Sobald ich Zeit habe, verbringe ich sie mit ihnen. Ich habe auch viele Hobbys. Ich treibe Sport, trainiere an Gewichten, sehe mir oft Fußballspiele an und unternehme viel mit meiner Frau.

Sie bezeichnen die gemeinsame Zeit mit Ihrer Frau als „Hobby“?
Auf jeden Fall. Ich liebe es, mit ihr zusammen zu sein. Penny ist alles für mich, meine beste Freundin, meine Vertraute, meine Geliebte. Seit neunzehn Jahren, ein Wunder.

Ist die Liebe zu Penny die längste Ihres Lebens?
Ja. Mittlerweile sogar mit Riesenabstand. Wir sind zusammen stark, nichts kann uns auseinanderbringen. Ich habe mich gerade vor fünf Stunden von ihr verabschiedet, doch ich vermisse sie jetzt schon. Es ist noch immer wie am Anfang, als wir uns kennenlernten. Ich kann ihr nicht widerstehen.

Der Mann, der Millionen von Herzen gebrochen hat
… das ist wahr …

… dem wurde auch einmal sein Herz gebrochen.
Das ist Karma. Ich hatte es verdient. Ich war immer schlecht darin, eine Liebesbeziehung zu beenden, also sauber und fair zu beenden. Meine Vorgehensweise, wenn ich keine Lust mehr hatte, war nicht nett: Ich verwandelte mich in einen Geist, meldete mich nicht mehr und verschwand einfach. Das ist etwas in meinem Leben, das ich bereue.

Auf Ihrem eigentlich heiteren Album gibt es ein ernstes Lied. Es heißt „Farewell“. Von wem nehmen Sie Abschied?
Von einem engen Freund, er hieß Ewan Dawson. Wir wuchsen zusammen auf und waren eng verbunden. Ich bewunderte Ewan, er hatte einen wundervollen Humor.

Denken Sie auch an Ihre Sterblichkeit?
Natürlich, muss ich ja. Ich würde lügen, wenn ich sage, das betrifft mich nicht. Ich habe keine Angst vor dem Sterben, der Gedanke besorgt mich nicht übermäßig. Nur zu bald sollte es noch nicht passieren. Ich tue auch alles, was ich kann, um mich vom Grab fernzuhalten (lacht).

Was denn?
Ich gehe zum Arzt. Ich lasse mich regelmäßig untersuchen. Ich lasse meine Prostata testen, ich habe meine Darmspiegelung gemacht, auch die Magenspiegelung mit der Kamera durch den Hals, die wirklich übel ist. Aber wenn du dann rausgehst und weißt, dass alles in Ordnung ist, ist das ein gutes Gefühl.
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