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Ausgabe Nr. 34/2018 vom 21.08.2018, Foto: action press
Soulkönigin Aretha Franklin
Soulkönigin Aretha Franklin († 76) ist noch nicht einmal beerdigt, schon streiten sich die Erben
Millionen Menschen haben weltweit die farbige Soulkönigin Aretha Franklin verehrt. Am 31. August wird die Sängerin, die vor wenigen Tagen ihrem Bauchspeicheldrüsenkrebsleiden erlag, in ihrer Heimatstadt Detroit (USA) beerdigt.
Bis zuletzt waren ihre vier Söhne und der langjährige Lebenspartner Willie Wilkerson, 70, an ihrer Seite. Doch genau diese fünf Menschen sind es, die sich jetzt um den Nachlass der 18-fachen „Grammy“-Gewinnerin, der höchsten Auszeichnung im MusikGeschäft, streiten. Die genaue Höhe ihres Vermögens muss allerdings erst festgestellt werden, da Franklin niemandem vertraute und ihre Gagen meist in bar persönlich kassierte.

„In den ersten Jahren meiner Karriere habe ich oft beobachtet, dass dunkelhäutige Musiker nicht gerecht bezahlt wurden“, rechtfertigte sie ihr damaliges Verhalten. Belege über ihre Einkünfte gab es durch die Barzahlungen somit nie. Auch Steuern soll die Sängerin kaum gezahlt haben. Laut Musikexperten kann aber von mehr als 90 Millionen Euro Barvermögen ausgegangen werden. Da Franklin vor ihrem Tod vermutlich auch kein Testament verfasst hat, könnten laut amerikanischer Rechtssprechung die Millionen nun den direkten Angehörigen zu gleichen Teilen zustehen.

Und dazu gehört neben den vier Kindern eben auch ihr Lebenspartner Willie Wilkerson, der bereits einen Anwalt eingeschaltet hat.

„Franklins Söhne konnten Wilkerson noch nie leiden und hatten 2012 sogar erfolgreich die Hochzeit ihrer Mutter mit dem ehemaligen Feuerwehrmann verhindert, da sie Angst um ihr Erbe hatten“, weiß ein Informant über den aktuellen Erbstreit.

Aretha Franklin, die mehr als 60 Jahre auf der Bühne stand, wurde mit Titeln wie „Respect“, „Chain of Fools“ und „I Say a Little Prayer“ zur Stimme der Schwarzen- und Frauenbewegung und sie selbst zur Ikone.
Im Jahr 2009 sang sie bei der Amtseinführung von Barack Obama, 57, dem ersten schwarzen US-Präsidenten und 2010 kürte sie das Musikmagazin „Rolling Stone“ zur
„besten Sängerin aller Zeiten“.
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