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Ausgabe Nr. 34/2018 vom 21.08.2018, Foto: Shutterstock
Wann Sie Schluss machen sollten

Das Leben verläuft nur in eine Richtung und zwar vorwärts. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich im Gegensatz zu Ihrem Partner stetig weiterentwickeln und andere Wünsche hegen als er (arbeitsmäßig oder bei der Familienplanung), dann passen Sie nicht mehr zusammen.
Wenn Sie an dem Punkt angelangt sind, an dem Sie sich nichts mehr zu sagen haben, etwa bei einem gemeinsamen Essen, sollten Sie besser die Reißleine ziehen.
Unabhängigkeit ist gut und wichtig, aber wenn Sie jeden Freitag- und Samstagabend lieber mit Ihren Freunden ausgehen, statt die Zeit mit Ihrem Partner zu verbringen, sollten Sie sich vielleicht fragen, was dahintersteckt.
Haben Sie manchmal Gedanken wie „Eigentlich würde er/sie viel besser zu mir passen als mein/e Freund/in?“ Denken Sie darüber nach, was Sie wirklich wollen und ob Ihr Partner Ihnen das geben kann, was Sie brauchen.
Wenn die Beziehung in der Krise steckt
Streit und Meinungsverschiedenheiten gehören zum Beziehungsalltag. Solange die Partner noch positive Gefühle füreinander haben, ist alles in Ordnung. Wenn jedoch Konflikte nicht mehr gelöst werden können, ist es Zeit, sich zu trennen. Auch wenn dieser Schritt schwerfällt. Der Paartherapeut Dr. Klaus Sejkora hat in seinem Buch „Trennung oder Neubeginn? Hilfe für Paare in der Krise“ einen Test entwickelt, mit dem Paare herausfinden können, ob es noch Hoffnung für ihre Beziehung gibt.
In einer Beziehung gibt es Höhen und Tiefen. Wer hat nicht schon tief in einer Krise gesteckt. Es braucht den Willen beider Partner, sie zu überwinden. Doch wenn erst einmal Zweifel über den Sinn der Beziehung aufkommen, wird der Weg zur Einigung beinahe unüberwindbar.

„Das deutlichste Anzeichen für eine Beziehungskrise sind häufige und nicht zufriedenstellend gelöste oder gänzlich ungelöste Konflikte zwischen dem Paar, die sich über einen längeren Zeitraum wiederholen“, erklärt der Linzer
Paartherapeut Dr. Klaus Sejkora.

Er hat das Buch „Trennung oder Neubeginn? Hilfe für Paare in der Krise“ geschrieben, in dem er erklärt, wie Paare eine gute Entscheidung treffen können, ob sie sich trennen sollen oder ob noch Hoffnung für ihre Beziehung besteht.

Er weiß, die Ursachen von Auseinandersetzungen sind oft nichtig, es kommt jedoch schnell zu heftigen und intensiven Reaktionen wie rasender Wut, Geplärr, vollständigem Rückzug und eisigem Schweigen.

„Eines haben diese Streitereien immer gemein. Sie führen entweder in die Vergangenheit mit dem Vorwurf ,Seit Jahren geht das jetzt schon so dahin‘ oder in die Zukunft, ,Eines Tages werde ich genug von dir haben.‘ Doch derartige Vorwürfe führen von einer sinnvollen Lösung weg.“

Nach den Erfahrungen, die Dr. Sejkora in seiner Arbeit als Paartherapeut gemacht hat, treten Beziehungskrisen häufig nach der Geburt des ersten Kindes auf, wenn der Partner eine neue Arbeitsstelle angenommen hat, die ihn äußerst beansprucht, oder nach einem Schicksalsschlag, wenn etwa ein Elternteil stirbt.

„Einen Neubeginn können Paare nur machen, wenn sie es geschafft haben, einen Strich unter die Vergangenheit zu ziehen. Gibt es kein Verzeihen, kommt es zur Trennung. Nur wegen eines gemeinsamen Hauses und der Kinder zusammenzubleiben, reicht für eine Beziehung nicht aus“, ist der Experte überzeugt. Dr. Klaus Sejkora hat einen Test entwickelt, mit dem Paare in der Krise feststellen können, ob ihre Beziehung noch eine Chance hat.
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