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Ausgabe Nr. 33/2018 vom 13.08.2018, Fotos: Alexandra Von Fuerst, WMG
Kovacs
Ein abwechslungsreiches Album, das zweite von Kovacs. Es ist ab Freitag im Handel.
Den Kopf hat sie immer gut rasiert
Sie hat eine kräftig-sinnliche Stimme. Damit trägt Sharon Kovacs aus dem niederländischen Eindhoven ihre Lieder in die Welt hinaus. Auf dem zweiten Album mit dem Titel „Cheap Smell“ (ab Freitag im Handel) begeistert die 28jährige mit großen Liedern und großer Offenheit.
Kovacs ist beeinflusst von Künstlern wie David Bowie, Grace Jones und Benjamin Clementine, also von Künstlern, die zwischen den Welten von Mann und Frau glänzten. „Ich liebe alles, was irgendwie androgyn ist“, sagt die Niederländerin, die sich seit dem 17. Lebensjahr ihren Kopf stets gut rasiert. „Ich weiß gar nicht mehr, wie das ist, Haare zu tragen.“ Dass sie zudem die Kunstfellmütze entsorgt hat, mit der sie früher immer herumging, vor allem auf der Bühne, hat wiederum mit ihrem gesteigerten Selbstbewusstsein zu tun. „Früher war ich schüchtern. Jetzt aber brauche ich keine Mütze mehr, um mich darunter zu verstecken. Die hat auch immer gejuckt.“

Kovacs‘ neue Offenheit zeigt sich nicht nur auf dem Schädel, sondern auch auf „Cheap Smell“. Die stimmgewaltige Ex-Studentin des „Rock City Institute“ in Eindhoven hat eine mitreißende Platte gemacht, die musikalisch vielschichtig ist. Von heiteren Liedern über Flamenco-Ansätze bis hin zu Gospel-Melodien in „Mama & Papa“ hat sie alles verpackt. Dieser Song entstand, nachdem Kovacs ihren Vater erst kürzlich kennengelernt hat. „Er meinte, eines Tages und nach all den Jahren der vollständigen Ignoranz, mich über die Internetplattform Facebook kontaktieren zu müssen. Na gut, ich habe mich mit ihm getroffen. War aber ätzend. Er wollte mir den Teufel austreiben. Weg war ich.“ S. Rüth
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