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Ausgabe Nr. 32/2018 vom 07.08.2018, Foto: Brauer Photo
In „Sauerkrautkoma“ spielt Simon Schwarz zum fünften Mal den Detektiv Rudi Birkenberger.
Simon Schwarz: „Früher hatte ich kein Geld für Alkohol“
Die Eberhofer-Reihe mit Filmen wie „Grießnockerlaffäre“ oder „Dampfnudelblues“ ist inzwischen längst Kult. Ab 9. August ist Simon Schwarz, 47, als Privatdetektiv Rudi Birkenberger wieder an der Seite von Kommissar Franz Eberhofer (gespielt von Sebastian Bezzel, 47) in „Sauerkrautkoma“ in unseren Kinos im Einsatz.
Herr Schwarz, mögen Sie Sauerkraut?
Ja, mag ich. Lieber als Dampfnudeln. Sauerkraut wirkt leider abführend, aber dafür liegt es nicht so schwer im Magen. Aber beides esse ich eher im Herbst. Wenn es heiß ist, bevorzuge ich leichte Gerichte. Und es ist gerade ziemlich heiß bei uns in Berlin (D). Heute haben wir 35 Grad.

Die bayerischen Dampfnudeln werden oft mit den heimischen Germknödeln verwechselt …
Ja, das stimmt. Da bevorzuge ich aber den mit Powidl-Marmelade gefüllten Germknödel.

Was sagen Sie zu den Titeln der Eberhofer-Filmreihe?
Die sind einfach großartig. Namen wie „Grießnockerl“ sind den Berlinern fremd. Es ist immer ganz komisch, wenn mich jemand fragt, welche Filme ich gerade drehe. Sobald ich Namen wie „Grießnockerlaffäre“ nenne, sind die Men-
schen verwirrt und fragen sich, ob ich da schon etwas Vernünftiges drehe, oder diese Filme alle nur Blödsinn sind (lacht).

Können Sie von einer Begebenheit berichten?
Bei einem Abendessen für alle ARD-Mitarbeiter hat jeder von uns ein Namensschild bekommen, auf dem stand, für welche Produktion er arbeitet. Ich hatte damals ein Schildchen, auf dem „ARD-Dampfnudelblues“ geschrieben stand. Die glaubten alle, dass ich für eine Kochsendung hier wäre (lacht).

In „Sauerkrautkoma“ zieht Ihr Freund Franz Eberhofer bei Ihnen in Ihrer Wohnung in München ein. Können Sie sich vorstellen, in einer reinen Männer-WG zu wohnen?
Ich habe fast acht Jahre lang in reinen Männer-Wohngemeinschaften gelebt und es hat super funktioniert. Damals war ich aber noch jung, mittlerweile möchte ich das nicht mehr. Ausnahmen mache ich für den Sebastian Bezzel, denn mit dem wohne ich fast jährlich zwei Monate zusammen. Immer dann, wenn wir einen neuen Film der Eberhofer-Reihe drehen. Natürlich haben wir getrennte Schlafzimmer, aber wir essen und arbeiten zusammen. Im Herbst ist es wieder soweit, denn da fangen wir mit den Dreharbeiten zu „Leberkäsjunkie“ an.

Ist es nicht gefährlich, wenn sich die Wohngemeinschaft jeden Abend zum Bier trinken zusammenfindet?
Überhaupt nicht (lacht). Jetzt nicht und früher auch nicht. Ich bin ja bereits als 16jähriger von Wien in die Schweiz gegangen. Als junger Schauspieler musste ich sparsam leben, und hatte gar nicht das Geld für Alkohol. Wir haben vielleicht einmal im Monat gesagt – so, heute trinken wir etwas zusammen. Dann haben wir uns ein paar Bier gekauft und vielleicht hin und wieder eine Flasche Schnaps.

Sie sind ein gefragter Krimidarsteller. War das eine bewusste Planung oder ist es einfach passiert?
Ich habe weit mehr Filme in Deutschland als hierzulande gedreht. Und siehst du dir das deutsche Fernsehprogramm an, so gibt es jede Woche mehrere Krimis. Der Grund, warum ich oft in Krimis zu sehen bin, ist also die große Nachfrage – und nicht, weil ich eine kriminelle Ader habe (lacht).

Sie spielen in „Sauerkrautkoma“ zum fünften Mal den Privatdetektiv Rudi Birkenberger …
Ja, er ist ein sympathischer Verlierer, der ein wenig am Rande der Gesellschaft steht. Auch finanziell – das sieht das Publikum allein schon an seiner heruntergekommenen Wohnung. Aber Rudi bleibt seinen Prinzipien treu, und dafür nimmt er auch Opfer in Kauf.

Wollen Sie – wie Rudi Birkenberger – den Dingen immer auf den Grund gehen?
Durchaus. Aber nicht nur aus einem polizeilichen Interesse heraus. Hat beispielsweise mein Auto einen Defekt, möchte ich die Ursache kennen. Das ist bei allen Dingen so.
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