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Ausgabe Nr. 32/2018 vom 07.08.2018, Fotos: Fotolia, Flora Press
Sorten: Sunny Wind, Cooperi, Blue Bird
Exotische Blütenpracht bis in den Herbst
Wer auch im Hochsommer ein hübsches Farbenspiel genießen will, kommt um den Hibiskus nicht herum, der bis Ende September mit seinen exotisch anmutenden Blüten Urlaubsgefühle weckt. Als wertvolle Heilpflanze geschätzt, machen die Hibiskusblüten mittlerweile aber auch in der Sektflöte eine glänzende Figur. Und ganz nebenbei wird im Garten eine Vielzahl von nützlichen Insekten wie Bienen oder Hummeln angelockt.
In Japan wird der Hibiskus als „sanfte Blüte“ bezeichnet und in China symbolisiert er Ruhm, Reichtum und Pracht. Den zauberhaften Blüten, die aus fünf sich überlappenden Blättern bestehen, wurde auch die Bedeutung „zarte, zerbrechliche Schönheit“ zugesprochen. Weshalb der Hibiskus sogar zur offiziellen Staatsblume von Hawaii gekürt wurde, die bei Empfängen und Festen gerne bei der Begrüßung überreicht sowie ins Haar gesteckt wird.

Botanisch betrachtet gehört der Hibiskus mit seinen etwa 220 Arten wie dem Kakaobaum oder auch der Baumwollpflanze zu den Malvengewächsen, der von den Gärten Chinas über die Seidenstraße in den Vorderen Orient gelangte. Dort etablierte er sich dann in den türkischen und arabischen Gärten und fand schließlich gegen Ende des 16. Jahrhunderts seinen Weg nach Europa.

„Aus den Hibiskusarten können Bäume, Sträucher und mehrjährige krautige Pflanzen mit einfachen oder gefüllten Blüten hervorgehen“, erklärt die Gärtner-
meisterin Bettina Bayer-Grilz von Bellaflora. Sie weiß, „Für unsere heimischen Gärten sind vor allem der Garten-Hibiskus und die Zuchtform des winterharten Stauden-Hibiskus am besten geeignet.“

Die zauberhaften Trichterblüten mit den markant weit hervorstehenden Staubgefäßen können dabei bis zu 30 Zentimeter, die Pflanzen selbst weit mehr als drei Meter groß werden. Auch die Farbpalette kann sich sehen lassen und reicht von Weiß, Gelb, Rosa, Lila, Blau bis in rote Töne hinein. Es gibt im Fachhandel sogar mehrfarbige Hibiskusse zu kaufen, die aus verschiedenen Farben kombiniert ineinander verschlungen gewachsen sind.

Als Zimmer- und Kübelpflanze ist bei den Blumenfreunden aber meist der Chinesische Hibiskus, im Volksmund Roseneibisch genannt, beliebt. Wie die sonnengelbe Sorte „Sunny Wind“.

„Chinesischer Hibiskus bevorzugt im Zimmer und auf der Terrasse einen vollsonnigen Standort und sollte in der Wachstumsphase wöchentlich mit Dünger versorgt werden“, empfiehlt die Fachfrau.

Generell lieben alle Hibiskusarten im Sommer ausreichend feuchte Böden. Bei Staunässe kommt es hingegen schnell zu Fäulnis. Die Blütenpracht leidet aber auch bei Dauerregen, „vor allem die gefüllten Sorten“. Und mit Beginn der Blütezeit von Juli bis September sollte bei Topfpflanzen auch kein Standortwechsel mehr vorgenommen werden, „sonst kann es leicht passieren, dass der Hibiskus seine Blüten abwirft“.

Leider sind die exotischen Schönheiten auch bei Blattläusen beliebt. Als passender Begleiter im Garten ist es daher ratsam, Salbei, Thymian oder Lavendel zu pflanzen. „Weil die Läuse den Geruch dieser Gewächse überhaupt nicht mögen“, schmunzelt die Expertin.

Je nachdem, wie viel Platz zur Verfügung steht, sind für Hobbygärtner starkwüchsige Garten-Hibiskus-Sorten wie etwa die blütenweiße „Lady Stanley“ oder schwach wachsende Varianten wie die rot-weiße „Red Heart“ zu empfehlen. Der blau blühende Garten-Hibiskus „Blue Bird“ hat sich wiederum als extrem winterhart erwiesen und eignet sich auch für kältere Regionen.

Eine Rarität unter dem Chinesischen Hibiskus ist die Sorte „Cooperi“. Seine hellroten Blüten sind zwar relativ klein, dafür machen die eigenwillig weiß-grünen Blätter das Gewächs zu einem herrlichen Blickfang auf der Fensterbank.

Bettina Bayer-Grilz erfreut sich persönlich schon seit vielen Jahren an ihrem lilafarbenen Garten-Hibiskus mit gefüllten Blüten.

„Ich schätze seine lange, zuverlässige Blütenfülle und auch meine Honigbienen lieben ihn“, sagt die Floristin, die seit Kurzem zwei Bienenstöcke in ihrem Gartenparadies ihr Eigen nennt. hwie
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