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Ausgabe Nr. 26/2018 vom 26.06.2018, Fotos: Trölß
Berggasthof Biberg
Kehlbach 43
5760 Saalfelden,
Tel.: 06582/94134
www.berggasthof-biberg.eu
Geöffnet: täglich ab 10 Uhr
Der Wirt Harald Bernsteiner, sein Sohn Elvis und Maskottchen „Bergfex“.
Höhenluft für die knusprige Schweinshaxn
Im salzburgischen Saalfelden gibt es einen Berggasthof, der den Besuchern einen wunderbaren Blick ins Tal ermöglicht. Am Biberg lässt es sich zudem genüsslich schmausen. Die Attraktion ist dabei zweifellos die Schweinshaxn für zwei Personen. Wer müde ist, kann dort bleiben.
Der Blick ins Tal auf die 17.000 Einwohner zählende Stadt Saalfelden im salzburgischen Pinzgau ist traumhaft. Allein dafür lohnt die zweieinhalbstündige Wanderung hinauf zum Berggasthof Biberg, der 1.443 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Es geht aber auch bequemer. „Mit dem Sessellift der Huggenbergbahn. Von der Bergstation bis zu uns dauert der Fußmarsch dann nur noch eine Dreiviertelstunde“, weiß Harald Bernsteiner. Der 36jährige ist seit vier Jahren der Pächter des Gasthofes am Biberg. Und er weiß die Besucher nicht nur mit der herrlichen Aussicht zu locken, sondern auch mit kulinarischen Leckerbissen.

Denn da oben, in der Höh‘, ist Bernsteiner der Chef in der Küche und bewirtet seine Gäste. Einen wunderbaren Bauernsalat mit Erdäpfeln, Speck und Ei gibt es um 9,90 Euro, Spinatknödel mit Bergkräuterpesto auf Salatvariation sowie gebratene Kaspressknödel auf Salatvariation sind zum gleichen Preis zu haben. Die Attraktion auf 1.400 Meter Seehöhe ist jedoch die Schweinshaxn mit Semmelknödeln, Erdäpfeln und Sauerkraut für zwei Personen. „Dafür bedarf es allerdings der telefonischen Vorbestellung, weil der Aufwand doch größer ist“, meint der Chef schmunzelnd. Pro Person kostet die Haxn samt Zutaten 13,90 Euro.

Ab Juli wird die Speisekarte erweitert. Dann gehören Schwammerln und Pilze zum täglichen Angebot. „Das Gebiet rund um meinen Gasthof eignet sich ausgezeichnet, um auf die Suche nach den kleinen Köstlichkeiten des Waldes zu gehen. Steinpilze, Parasole, Herrenpilze und Eierschwammerl sind gut zu finden. Die Schwammerln sucht und bringt mein Schwiegervater“, sagt der 36jährige Hüttenwirt, der sie röstet und auf den Salat gibt. Oder eine Schwammerlsauce mit Semmelknödeln macht (12,90 Euro). Verfeinert mit Kräutern aus dem eigenen Garten hinterm Haus.

Vier Mitarbeiter gehen dem Chef zur Hand, um die bis zu 100 Gäste im Panoramagarten satt zu bekommen oder deren Durst zu löschen. Mit Schiwasser vielleicht, das selbst im Sommer, wenn es keinen Schnee gibt, kredenzt wird. Der Himbeersirup mit Wasser verdünnt kostet 1,90 Euro je 0,3 Liter. Es gibt aber auch eine Tasse Tee um 2,70 Euro oder einfach nur Wasser. Frisch von der hauseigenen Quelle. Für einen halben Liter des frischen Bergquellwassers verlangt der Wirt 1,30 Euro.

Das kühle Nass macht zudem jene munter, die auf der Hütte genächtigt haben. Bis zu 30 Personen können das sein. Untergebracht in Ferienwohnungen sowie im Doppelzimmer, im Vierbettzimmer oder im Sechsbettzimmer. Die Nächtigung mit Frühstück kostet 37 Euro. Die Kontrolle über den Herbergsbetrieb hat Harald Bernsteiners Frau Daniela, 35, über. „Ich kümmere mich in erster Linie um die Küche und die Bar. Unsere Arbeitsteilung funktioniert gut“, freut sich der 36jährige, der seine bessere Hälfte am Biberg kennengelernt hat.

„Weil sie hier ausgeholfen hat.“ Was nicht verwunderlich war, schließlich gehört ihrem Vater Franz Berlesreiter der Berggasthof. Er hat ihn Ende der 70er Jahre von der Stadt Saalfelden erworben und 35 Jahre selbst betrieben. Heute führt der Schwiegersohn als Pächter die Geschäfte. Einer aus dem Ort, der in Saalfelden aufgewachsen ist, in St. Johann in Tirol die Tourismusschule besucht und schließlich in verschiedenen Betrieben in Tirol und auf der spanischen Insel Ibiza Erfahrungen gesammelt hat. Bis er die Selbstständigkeit suchte und den Berggasthof fand. Dort, wo Gast und Wirt auf Du und Du sind. Dort, wo kleine Sünden nicht nach außen dringen. Denn, dass es auf dieser Alm keine Sünde gibt, ist auszuschließen. „Dafür ist es bei uns zu gemütlich, sind die Gäste viel zu launig und vor allem bei Hochzeiten überschwänglich“, lacht Bernsteiner, der mit seiner Frau und den anderen Helfern gern große Feiern ausrichtet.

Dann kann der 36jährige auch auf die Hilfe seines Sohnes Elvis, 15, aus einer früheren Beziehung zählen. „Er ging bislang ins Gymnasium, wird aber meinen Spuren folgen und im Herbst in die Hotelfachschule nach St. Johann in Tirol wechseln“, freut sich der Papa, der ein glühender Verehrer des „Königs des Rock ‘n‘ Roll“ Elvis Presley ist. Ein Name für den Sprössling war da rasch gefunden. Leider, bedauert Bernsteiner, könne er musikalisch mit dem „King“ nicht mithalten. Und auch der Hüftschwung sei noch ausbaufähig.
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