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Ausgabe Nr. 24/2018 vom 12.06.2018, Foto: Imago
Dominic Thiem gab sein Bestes, scheiterte im French-Open-Finale letztlich aber gegen Rafael Nadal.
Tennis-Ass Thiem: Herz und Finale verloren in der Stadt der Liebe
Irgendeine besondere Art der Magie muss Frankreichs Hauptstadt für das Tennis-Ass Dominic Thiem, 24, wohl haben. Nicht nur Freundin Kristina, 25, wohnt in Paris und bekocht ihn dort mit hausgemachten Spezialitäten, seine größten Tenniserfolge feierte er zudem in der Stadt der Liebe. Fast täglich paukte er in den vergangenen zwei Wochen Französischvokabeln, um bald schon Interviews in der Landessprache geben zu können.
„Ich liebe Paris und bin jedes Jahr extrem gerne hier“, schmunzelt der Niederösterreicher. Nach zwei Semifinaleinzügen feierte er am Sonntag an der Seine auch noch seinen Karrierehöhepunkt und scheiterte erst im Finale an einem übermächtigen Rafael Nadal.

„Nächstes Jahr komme ich wieder und nehme den Titel ins Visier“, verspricht Thiem, der in den vergangenen zwei Wochen in Paris so bekannt und populär wurde wie nie zuvor. „Dies ist zum größten Teil meiner französischen Freundin zu verdanken“, lacht der Lichtenwörther, denn Kristina Mladenovic, genannt „Kiki“, hat nicht nur im Doppel bereits die French Open gewonnen und war Nummer zehn der Einzel-Weltrangliste, sondern ist überdies auch noch bildhübsch und posiert gerne vor der Kamera. Erst vor wenigen Wochen wurde die beliebte Spielerin in Spaniens Hauptstadt Madrid von der Polizei gestoppt, nicht wegen Tempoüberschreitung, sondern weil die Exekutivbeamten ein Erinnerungsfoto mit ihr machen wollten.

In Paris konnte sich Thiem in ihrer Wohnung unweit der Tennisanlage von Roland Garros ungestört auf die Spiele vorbereiten, ein zusätzlicher Vorteil. „Wir beide verstehen uns super und sind glücklich miteinander“, erzählt Thiem. „Dominic hat vor mehr als einem Jahr mein Herz erobert“, gesteht Mladenovic geradeheraus, die fast das gesamte Jahr 2017 bereits heimlich mit dem Profi liiert war, bevor die Beziehung öffentlich wurde. „Wir sind in jeder Hinsicht auf einer Wellenlänge und kennen das schwierige Leben eines Tennisspielers.“

Die Tochter serbischer Einwanderer, eines Handballers und einer Volleyballerin, kocht für ihren Dominic am liebsten „Lasagne Bolognese mit Ei“. Beim gemeinsamen Trainieren profitiert sie allerdings deutlich mehr vom Partner als umgekehrt. „Wir spielen meistens nur diagonale Bälle, da kann ich sein hohes Tempo mitgehen“, erzählt sie und fügt ehrlich hinzu, „Nutzen wir hingegen das ganze Feld, dann habe ich keine Chance, seine Bälle zu erwischen.“
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