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Ausgabe Nr. 23/2018 vom 05.06.2018, Foto: picturedesk
ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz: Der türkische Präsident schimpft über ihn, der amerikanische Botschafter bewundert den 31jährigen.
Sebastian Kurz: „Unmoralischer Kanzler“ und „Rockstar“
An Sebastian Kurz scheiden sich die Geister. Auch in der internationalen Politik. Der neue amerikanische Botschafter in Deutschland ist jedenfalls vom ÖVP-Kanzler begeistert.
Ich denke, Sebastian Kurz ist ein Rockstar. Ich bin ein großer Anhänger“, erklärte der Trump-Abgesandte Richard Grenell jetzt in einem Gespräch mit der ultrarechten Internet-Seite „Breitbart“. Der frühere Fernseh-Kommentator Grenell gilt als einer der stärksten Unterstützer von Donald Trumps Außenpolitik. Als Botschafter in Berlin will er „andere Konservative in Europa, andere Anführer, definitiv stärken“. Es gebe eine konservative Welle, „die sich aufgrund der gescheiterten linken Politik durchsetzt“.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hingegen lässt kein gutes Haar am ÖVP-Chef. „Er ist erst 30 und als Außenminister war er 28“, schimpfte Erdogan kürzlich in einer Rede über Kurz. „Jetzt spielt er sich auf und zieht eine Show ab. Dieser unmoralische Kanzler hat Probleme mit uns.“ Tatsächlich ist Kurz 31 Jahre alt, am 27. August wird er 32.

In der Türkei ist Wahlkampf, am 24. Juni wird über den Präsidenten und die Zusammensetzung des Parlaments abgestimmt. Rund 100.000 Türken in unserem Land sind wahlberechtigt. Wahlkampfauftritte türkischer Politiker sind bei uns allerdings verboten, ebenso wie in Deutschland oder den Niederlanden.
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