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Ausgabe Nr. 22/2018 vom 28.05.2018
Obmann Günther Puffer, 71, mit Museumsberater Karl Moser, 80, und zwei jungen Besuchern.
Li.: der gruseligen Pest-Arzt
Unsere kleinen Museen
Das Wienerwaldmuseum
Geologie, Archäologie, Ur- und Frühgeschichte sowie das Kelten- und Römertum werden im 1999 eröffneten „Wienerwaldmuseum“ in Eichgraben (NÖ) ausführlich präsentiert. Doch nicht nur das.

Im dazugehörigen Freilichtmuseum gibt‘s auch allerlei landwirtschaftliche Geräte sowie ein nachgebautes römerzeitliches Hügelgrab zu bestaunen. Und wie die Menschen damals gehaust haben, „können die Besucher in unserer ‚Wienerwaldhöhle‘ erahnen, die natürlich auch betreten werden darf“, erklärt der Museumsobmann Günther Puffer.

Äußerst beliebt bei den jährlich etwa 4.000 Besuchern ist aber vor allem das „lebendige Handwerk“. Das heißt, „immer am letzten Sonntag in einem Monat führen Korbflechter, Schmiede, Schuster, Weber und andere Handwerker an alten Werkzeugen ihr traditionsreiches Gewerbe dem Publikum vor“, erklärt der 71jährige. Eines der begehrtesten Fotomotive ist hingegen die etwas gruselig wirkende Figur eines mittelalterlichen Pest-Arztes, die eindrucksvoll veranschaulicht, wie sich die Heilkünstler in jenen dunklen Tagen vor dem „schwarzen Tod“ geschützt haben.

„Die lange krumme Nase war damals mit Gewürzpflanzen versehen, um den üblen Geruch der Seuche zu überdecken“, erklärt der wissenschaftliche Berater des Museums Karl Moser.

Öffnungszeiten: Mi. und Do. (8–12 Uhr), Sa. (14–17 Uhr) und So. (10–12 Uhr und 14–17 Uhr). Preis: ab 2,50 Euro.

Info-Tel.: 02773/46904 oder www.wienerwaldmuseum.at.
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