Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 21/2018 vom 22.05.2018, Foto: Judith Maria Trölß
Museumschef Kurt Zalto.
In der Waldglashütte
Das Waldviertel (NÖ) war neben dem Bayerischen Wald und Böhmen jahrhundertelang ein Zentrum der gehobenen Glasmacherkunst. Und daran hat sich bis heute auch nicht viel geändert.

„Obwohl der Schmelzofen schon per Computer gesteuert wird, um die Temperatur bei 1.200 Grad zu halten, steckt in jedem mundgeblasenen Glas noch reinste Handarbeit“, weiß Kurt Zalto, Museumschef der „Waldglashütte“ in Neu-Nagelberg (NÖ), wo es allerlei Interessantes und Wissenswertes aus der Geschichte des Glases zu erfahren gibt.

So sind im Museum neben zahlreichen Glasmacherwerkzeugen und einer Schauglashütte auch mehr als 400 Kristallgläser vom Barock über Biedermeier und Jugendstil bis hin zur Gegenwart ausgestellt.

Sehenswert ist beispielsweise auch eine Weinkaraffe und ein Krautstrunkbecher aus dem elften Jahrhundert. Prunkstück ist jedoch ein 7.000 Euro wertvoller Zierkrug aus dem Jahr 1880, „den mein Ururgroßvater Karl Matthias Biederman gemacht hat“, erklärt der 56jährige, der natürlich auch selbst das Handwerk des Glasmachers von der Pike auf gelernt hat.

Öffnungszeiten: Mo.– Sa. (10–16 Uhr).

Gegen Voranmeldung unter der Tel.: 0680/2021860 ist ein Besuch für Gruppen auch am Sonntag möglich.
Der Eintritt ist frei (www.waldglashuette.at).
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung