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Ausgabe Nr. 19/2018 vom 07.05.2018, Foto: Judith Maria Trölß
Lisa Gadenstätter
Moderatorin Lisa Gadenstätter hat zwei ungleiche Augen
Sie präsentiert die „ZIB 20“ sowie die „ZIB 24“, das 20-minütige Mitternachtsmagazin auf ORFeins. In wenigen Tagen feiert die Salzburger Fernsehmoderatorin Lisa Gadenstätter ihren 40. Geburtstag und verrät, was es mit ihrer angeborenen Sehschwäche auf sich hat.
Sie feiern jetzt im Mai den runden Geburtstag. Welcher Tag ist das genau?
Ich will das nicht öffentlich ausplaudern, weil ich das nicht so gerne mag, wenn dann viele Menschen kommen und mir gratulieren.

Sie sind in Zell am See (S) geboren. Können Sie ein
bisschen schildern, wie Ihre Kindheit dort verlief?

Ich bin inmitten der Natur, umgeben von Bergen und Seen, aufgewachsen und das war für mich herrlich. Als Kind habe ich dieses Paradies zwar noch nicht richtig zu schätzen gewusst, aber als ich dann später nach Wien gekommen bin, habe ich gemerkt, wie traumhaft es in meiner Heimat ist und wie froh ich sein kann, dass ich hin- und herpendeln kann.

Aus Ihrem Berufswunsch „Universum“-Kamerafrau ist nichts geworden. Trotzdem sind Sie übers Radio beim Fernsehen gelandet …
Ich habe mir das damals wahnsinnig schön vorgestellt, in fernen Ländern exotische Tiere zu filmen. Aber bei der Aufnahmeprüfung an der Filmakademie bin ich gleich in der ersten Runde gescheitert.

Haben Sie je daran gedacht, als Schauspielerin ihr Glück zu versuchen?
Ich war damals extrem schüchtern und hätte mich das nie getraut. Ich habe dann aus Verlegenheit Publizistik und Theaterwissenschaften studiert, weil ich hinter die Kamera wollte. Vor der Kamera zu arbeiten, war nie mein Wunsch. Das hat sich nur so ergeben.

Sie haben also neben dem Studium schon in den Journalismus hineingeschnuppert?
Ja. Angefangen habe ich bei Ö3 im Hörerservice, das war eine Ferialarbeit. Danach habe ich zehn Jahre lang als Ö3-Redakteurin in den Ressorts Chronik und Innenpolitik ge-
arbeitet.

Wie kam es dann schließlich doch noch zum großen Sprung ins Fernsehen?
Ich musste meine Schüchternheit ablegen. Denn in meinem Beruf musst du ständig auf Menschen zugehen, Interviews führen und Live-Einstiege machen. Letztendlich habe ich mein Lampenfieber besiegt.

Sind Sie auch heute noch ein bisschen nervös, wenn das rote Licht angeht?
Etwas angespannt bin ich schon noch. Das unangenehme Lampenfieber ist aber Geschichte.

Behindert Sie Ihre Sehschwäche bei den Moderationen und Interviews?
Ich trage Kontaktlinsen, weil ich am linke Auge mit 3,75 Dioptrien kurzsichtig und am rechten mit 1,75 Dioptrien weitsichtig bin. Und einen Astigmatismus habe ich auch noch. Wenn meine Augen müde werden, fange ich zu schielen an.

Und was tun Sie dagegen, insbesondere vor dem strengen Auge der Kamera?
Ich glaub‘, da kann ich gar nichts machen. Ich renne manchmal sogar gegen Türstöcke, weil ich mich mit dem räumlichen Sehen schwer tue.

Wenn Sie also ohne Kontaktlinsen einkaufen gehen, knallen Sie dann öfter gegen die Auslagenscheibe?
Nein, das nicht (lacht). Es kann nur sein, dass ich, wenn ich durch eine Tür gehe, mit der Schulter anstoße.

Sie sind seit 2011 mit Ö3-Moderator Benny Hörtnagl verheiratet. Was machen Sie privat gerne gemeinsam?
Er ist ja ein Tiroler und deswegen fahren wir beide gerne Schi. Und wir reisen auch gern.

Ihre schönste gemeinsame Reise?
Das war 2010 nach Nepal und Tibet, weil ich einmal den „Mount Everest“ sehen wollte. Wir sind bis auf 5.400 Meter gekommen. Wären wir nur ein paar Schritte weitergegangen, wären knapp 1.000 Euro Gebühr pro Person fällig gewesen.
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