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Ausgabe Nr. 18/2018 vom 01.05.2018, Fotos: picturedesk.com, ORF/Roman Zach-Kiesling
Cesár Sampson
Voller Energie bei der Ankunft in Lissabon.
Cesár Sampson, 34, ist unser Kandidat beim diesjährigen
Eurovision-Song-Contest.
Das Sprichwort „Harte Schale, weicher Kern“ scheint auf Cesár Sampson tatsächlich zuzutreffen. Denn wenn der 1,83 Meter große Feschak, der gerne dunkle Sonnenbrillen trägt, zu singen beginnt, bekommen die Zuhörer die Stimme eines waschechten „Kuschel-Musikers“ zu hören.
Ob er damit das Publikum des 63. „Eurovision Song Contest“ in Portugals Hauptstadt Lissabon jedoch überzeugen kann, wird sich am 8. Mai zeigen. Dann bestreitet der gebürtige Linzer (OÖ) als rot-weiß-roter Vertreter mit seinem Lied „Nobody But You“ („Niemand außer dir“) gegen 18 andere Künstler das erste Halbfinale.

Mit der selbstgeschriebenen Nummer hat er laut Buchmachern auch gute Chancen, eine der zehn heißbegehrten Final-Karten zu ergattern. René Berto, Manager der Song-Contest-Gewinnerin Conchita Wurst („Rise Like a Phoenix“, 2014), zeigt sich von Sampson jedenfalls angetan.

„Der Mann ist charismatisch, der hat was drauf. Sein Lied überzeugt durch hohe Qualität“, meint der renommierte Künstlermacher.

Was das Künstler-Dasein betrifft, ist Cesár Sampson auch „genetisch vorbelastet“, wie er selbst sagt. Immerhin war sein Vater ein begeisterter Tanzlehrer und dazu noch Pilates-Trainer. Seine Mutter Kathy Sampson war ebenfalls als Tanzlehrerin tätig und gab nebenbei noch Klavierunterricht.„Sie sang auch das bekannte Titellied für die ‚Kommissar Rex‘-Fernsehserie. Cesár hat also viel von seinen Eltern geerbt, er musizierte und tanzte schon im Volksschulalter“, erzählt sein Großvater Horace Sampson.

Weshalb der talentierte Knirps bereits als sechsjähriger in einem Musikvideo von Michael Jacksons Schwester La Toya, 61, mitspielen durfte. „Die Familie war schon immer extrem stolz auf ihn. Er war ein braves, liebes Kind und obendrein noch gut in der Schule. Ich kann mich an kein ‚Nicht Genügend‘ erinnern“, schmunzelt sein Opa.

Und natürlich fiebert auch Papa Charleston, der von der Karibikinsel Sankt Lucia stammt, dem Auftritt seines Sohnes entgegen, „Er hat seine Eltern immer als Vorbild gesehen. Vor allem meine Tätigkeit als Tanzlehrer hat ihm imponiert. Wir haben noch immer häufig Kontakt. Ich hoffe, dass er das Publikum für sich gewinnen kann und einen guten Platz ganz weit vorne belegt.“

Musikalisch ist Cesár Sampson somit kein unbeschriebenes Blatt. Mit nur 17 Jahren reiste er bereits als Sänger mit heimischen Musikern wie „Kruder und Dorfmeister“ sowie der Gruppe „Sofa Surfers“ rund um den Erdball. Vor ein paar Jahren arbeitete er auch an den Texten des Jazzmusikers Louie Austen für das Album „What a Comeback“ („Was für eine Wiederkehr“) mit.

Den Song Contest betreffend, kann er ebenfalls Erfahrung vorweisen. „Ich war schon mehrmals als Hintergrundsänger und Texter für diese herrliche Veranstaltung tätig“, erzählt der sportbegeisterte Muskelmann, der sich strikt vegetarisch ernährt, keinen Alkohol, keinen Weizen und keinen Tropfen Milch
zu sich nimmt.

Umso schöner ist es für ihn daher, heuer als Sänger auf der Bühne zu stehen. „Ich habe solch eine Vorfreude, ich kann es schon gar nicht mehr erwarten“, gerät unser SongContest-Kandidat ins Schwärmen. Dabei geht es ihm jedoch nicht ausschließlich um den Platz am obersten
Stockerl.

„Selbstverständlich will ich gewinnen. Ich gehe ja nicht zum Song Contest, um Letzter zu werden. Gewinnen heißt jedoch nicht, dass ich auf lange Zeit als Künstler tatsächlich etwas davon habe. Es kommt eben darauf an, welchen musikalischen Schwerpunkt du dir selbst setzt“, erklärt er selbstbewusst.

Das erste Halbfinale beginnt am Dienstag, 8. Mai, um 21 Uhr auf ORFeins. Cesár Sampson wird darin mit Startnummer 13 ab etwa 21.30 Uhr auf der Bühne stehen. Und wenn dem sympathischen Musiker die Nummer 13 kein Unglück bringt, sehen wir ihn im Finale am Samstag, dem 12. Mai, ab 21 Uhr auf ORFeins wieder. Das zweite Halbfinale findet zuvor amDonnerstag, dem 10. Mai, ab 21 Uhr statt.
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