Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 15/2018 vom 10.04.2018, Foto: Fotolia
Die Gärten Prags
Gartenreise von 19.5.–21.5., inkl. Busfahrt, 2 N im 4*-Hotel, HP, 1x Mittagessen,
Eintritte und Reiseleitung, E 335,– p.P. im DZ, Tel.: 0316/291 09 52, www.olivareisen.at
Die Grünoasen der goldenen Stadt
Gärten und Parks bereichern jede Stadt. In der tschechischen Hauptstadt Prag gibt es einige Grünoasen. Zu diesen gehören der mit Buchsbaumhecken und Skulpturen verzierte Garten des Palais Waldstein, die terrassenförmig angelegten Palastgärten und der elegante Vrtba-Garten.
Ein Garten entfaltet erst seine Pracht, wenn er von oben herab bewundert wird. Von einer Anhöhe aus lässt sich die Grünoase am besten überblicken. Denn eines ist beim Besuch von Gärten von vornherein klar. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen.

„Gärten werden nach einem bestimmten Muster angelegt. Sie sollen den Besucher nicht nur mit ihren Blumen, sondern auch mit ihrer Form erfreuen“, erzählt Margit Thiel. Die 49jährige Gärtnerin nimmt Interessierte für drei Tage mit in die tschechische Hauptstadt Prag. Der Ausflug wird von „Oliva Reisen“ organisiert.

Die goldene Stadt, wie Prag gerne genannt wird, hat neben einer bezaubernden Altstadt auch beeindruckende Gärten zu bieten. Einer davon ist der Renaissancegarten des Palais Waldstein. Dort sind Buchsbaumhecken zu geometrischen Formen geschnitten, in deren Mitte bunte Blumen gepflanzt sind. „Die einzelnen Formen werden immer mit derselben Pflanze geschmückt. Das sind vorwiegend Tulpen, Eisblumen oder Tagetes. Sie waren damals, als der Garten Anfang des 18. Jahrhunderts angelegt wurde, exotisch und daher auch teuer“, erklärt Thiel.

Um diese Gartenkunst zu würdigen, werden die Besucher auch das Palais erkunden und den Blütenteppich von einem der oberen Stockwerke aus bestaunen. „Von oben sieht der Garten aus wie ein Gemälde“, schwärmt Thiel. Die kerzengeraden, langen Gänge sind mit Skulpturen verschönert, die auf einem Sockel thronen. Prunkstücke des Parks sind ein Neptun-Brunnen und eine Venus-Figur.

Das Palais Waldstein ist das größte in Prag. Der Feldherr Albrecht von Waldstein ließ es errichten, um die Prager Burg in den Schatten zu stellen. Das mächtige Bauwerk erhebt sich hinter dem Palais.

Die Prager Burg liegt auf dem Berg Hradschin, inmitten der Burganlage befindet sich auch der Veitsdom. „Wir werden die Burg und die gesamte Altstadt bei einer Führung besichtigen“, sagt Thiel.

Die Burg kann ebenfalls mit einer Gartenanlage auftrumpfen. An ihrem Südhang befinden sich die Palastgärten. Sie wurden von reichen Adelsfamilien terrassenförmig angelegt und sind durch eine von Prinz Charles und Vaclav Havel gegründete Stiftung rekonstruiert worden. Die Gärten verfügen über dekorative Treppen, Balustraden, Aussichtsbalkone sowie Pavillons.

In Töpfen sind Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen gepflanzt. „Sie dienen als Dekoration, weil sie gleichzeitig blühen und Früchte tragen können“, erklärt Thiel, die gemeinsam mit ihrem Mann eine Gärtnerei im steirischen Öblarn betreibt. Ihr wurde das Gärtnern in die Wiege gelegt. Sie übt dieses Handwerk bereits in der fünften Generation aus.

Ihr Wissen gibt sie gerne an andere weiter und beantwortet während der Reise auch Fragen, die den eigenen Garten betreffen. Denn der private Garten ist für viele ein erweiterter Wohnraum im Grünen, der gehegt und gepflegt werden will.

Ein Juwel inmitten von Prag ist auch der Vrtba-Garten. Der Eingang zu diesem barocken Juwel liegt versteckt. Doch wer die schwere Tür findet und öffnet, betritt ein Paradies. Die Anlage erstreckt sich auf vier Ebenen. „Barock ist verspielt. Überall im Garten befinden sich Skulpturen und in Form geschnittene Hecken.“

Gärten wie der Vrtba-Garten wurden zu repräsentativen Zwecken geschaffen. Anders sieht es beim Botanischen Garten von Prag aus, dem die Urlauber ebenfalls einen Besuch abstatten. „Der Botanische Garten hat die Aufgabe, Pflanzen zu sammeln. Dort sehen die Besucher Mammutbäume, verschiedene Zedern und Palmen“, sagt die Steirerin. Am historischen Weinberg „Hl. Klara“ wachsen zudem alte Weinstöcke. „Zusätzlich gibt es noch ein Glashaus, in dem tropische Pflanzen gedeihen.“

Um diese Reise würdig abzuschließen, fahren die Ausflügler mit der Standseilbahn auf den Petrín-Berg. Dort genießen sie ein Mittagessen und die schöne Aussicht auf die goldene Stadt an der Moldau, ehe es wieder heimwärts geht. widlak
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung