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Ausgabe Nr. 15/2018 vom 10.04.2018, Foto: Keltenmuseum Hallein
Besucher bewundern die keltische Schnabelkanne.
Unsere kleinen Museen
Besuch bei den alten Kelten
Bedeutende Zeugnisse keltischer Kunst und Geschichte sind im aufwändig ausgestatteten, dreistöckigen „Keltenmuseum“ in Hallein (S) zu bewundern.

„Die ersten Siedler in der Region rund um den Dürrnberg waren die eisenzeitlichen Menschen, die wir heute Kelten nennen. Sie haben hier über sechshundert Jahre hinweg Salzabbau betrieben und sich einen überdurchschnittlichen Wohlstand erarbeitet, was sich auch an den Gräberfeldern und den Ausstattungen der Gräber widerspiegelt“, erklärt Mag. Florian Knopp, der das im Jahr 1970 eröffnete Museum seit knapp sieben Jahren leitet. In Hallein wird bis heute gerne betont, dass ohne das Salz des Dürrnberges die Residenzstadt Salzburg niemals so prunkvoll ausgebaut werden hätte können. Hallein selbst hatte allerdings wenig davon. „Hier gab‘s nur eine gesicherte Armut für die Salinenarbeiter, die gerade einmal genug zum Leben hatten“, weiß der 40jährige.

Besonders interessant für die Museumsbesucher ist neben der Geschichte des Salzabbaus vor allem der originalgetreue Nachbau einer Wohnhütte aus der Eisenzeit. „Sie veranschaulicht recht deutlich, wie einfach und reduziert die Menschen damals gelebt und gearbeitet haben“, berichtet Florian Knopp.

Ein weiterer Höhepunkt unter den Exponaten ist die 2.500 Jahre alte, keltische Schnabelkanne sowie die zahlreichen Schmuckgegenstände aus der Eisenzeit. Das Keltenmuseum hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Preis: ab 2,50 Euro. Führungen nach Voranmeldung unter der
Telefonnummer: 06245/80783.
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