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Ausgabe Nr. 13/2018 vom 27.03.2018, Fotos: Judith Maria Trölß
Susanne und Harald Stumpfer
Gasthof Stumpfer
Lammkrone mit Gemüse-Paradeiserragout und Petersilienerdäpfel

Zutaten: für die Lammkrone: 1,20 kg Lammkrone (Karreestück), je ½ EL Salz und Pfeffer, 2 Knoblauchzehen, 2 Rosmarinzweige, 2 EL Öl, 3 EL Butter
für das Paradeiserragout: 3 Zucchini, 1 Melanzani, 1 Zwiebel, 1 EL Öl, je 1 Prise Salz, Pfeffer und Zucker, 250 g Paradeisersugo; für die Petersilienerdäpfel:
8 Paradeiser, 2 EL Butter, eine Prise Salz,
gehackte Petersilie, 2 Karotten

Zubereitung: Öl in einer Pfanne heiß machen. Die Lammkrone salzen, pfeffern und anbraten. Nach dem Umdrehen klein geschnittenen Knoblauch und Rosmarinblättchen zugeben, Butter auf dem Fleisch verteilen und im Rohr bei 170 Grad 8 bis 10 Minuten durchziehen lassen. Für das Ragout die kleingewürfelte Zwiebel in Öl anschwitzen, das geputzte und in Würfel geschnittene Gemüse und das Paradeisersugo zugeben und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Geheimtipp: Für den Geschmack kann 1/8 l Rotwein mitgedünstet werden. Die Erdäpfel in der Schale kochen, schälen und in Butter mit Salz und Petersilie schwenken. Zur Garnitur 2 Karotten bissfest kochen und in Stifte schneiden.
Die „tanzende Köchin“ aus der Wachau
Auf einem der schönsten Flecken des Landes, der Wachau (NÖ), verarbeiten Susanne und Harald Stumpfer regionale Lebensmittel und bezaubern damit ihre Gäste. Zu Ostern steht die Küche ganz im Zeichen des Lammes und der Hausherr weiß genau, welches Bier am besten dazu passt.
Wenn ich beim Kochen meine Gaudi habe, weiß ich, dass nichts versalzen wird und der Gast zufrieden ist“, sagt Susanne Stumpfer fröhlich und schwenkt die mit Lammkoteletts bestückte Pfanne über dem Feuer. Die 55jährige ist Köchin aus Leidenschaft und bei jedem Handgriff blinzelt ihr die Freude aus den Augen. „Ich habe zahlreiche Kochbücher mit Rezepten aus der ganzen Welt. Jedes einzelne habe ich studiert. Ich liebe die Vielfalt und bin ständig auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen. Kochen ist mein Leben“, sprudelt es aus der Gastwirtin heraus, die, wie sie verrät, beim Kochen immer wieder gerne das Tanzbein schwingt.

Den Enthusiasmus fürs Kulinarische teilt die zweifache Mutter mit ihrem Mann Harald. Seit dem Jahr 1984 leiten die beiden ihren Gasthof mit der goldgelben Fassade, der „eingerahmt“ zwischen dem prachtvollen Stift Melk und dem Kleinod Schloss Schönbühel direkt am rechten Donauufer der Wachau (NÖ) liegt. „Mein Großvater Josef Thar hat 1929 hier mit einem Bauernwirtshaus angefangen. Im Jahr 1951 haben es meine Eltern Josef und Helene Stumpfer übernommen und 33 Jahre geführt“, erzählt der 55jährige Hausherr aus der Familiengeschichte.

Harald Stumpfer fühlt sich der Tradition und der Region verpflichtet. Gemüse, Wild, Fisch und Fleisch für die Küche liefern regionale Anbieter. Neben Rind- und Schweinefleisch bereichert zu Ostern Lammfleisch die Speisekarte. „Wir verwenden nur ‚donauland Lamm‘, eine eingetragene Marke für regionales Fleisch, von Tieren, die in Niederösterreich geboren und artgerecht gehalten wurden. Das schlägt sich natürlich in der Qualität nieder. Das Fleisch ist appetitlich altrosa bis hell-rosa, fettarm, dafür eiweiß, vitamin- und mineralstoffreich“, schwärmt der sympathische Gastwirt, der von Karfreitag bis Ostersonntag Spezialitäten wie Lammkrone, Lammbraten und Lammragout auf der Speisekarte führt. „Meine Frau hat sogar ein eigenes Irish Stew, ein Eintopfgericht mit Lamm, kreiert“, ergänzt er schnell. Die Speisekarte ist Zeugnis der regionalen Tradition und internationalen Inspiration. „Die Gäste sind immer wieder überrascht, welche Gerichte sie bei uns finden“, erzählt Susanne Stumpfer und lächelt zufrieden. So finden sich unter den Altbekannten wie Schweinsschnitzel (€ 12,50) und Karpfenfilet (€ 19,90) „Susis Eintopf“, ein dank Chili wärmender Rindfleischeintopf mit Zwergorangen
(€ 13,90), Gemüsecurry (€13,90), Schweinelendchen mit Salbeicreme (€ 17,90) oder Fischrahmsuppe mit Schwarzbrotchips (E 4,90) und zum süßen Abschluss Schokoladenmousse mit Vanilleeis (€ 6,–).

Während Susanne Stumpfer für das leibliche Wohl der Gäste in der Küche kocht (und tanzt), liebt es Harald Stumpfer, als Bier-Sommelier durstige Gäste zu beraten. „Ich habe ein Seminar besucht und kenn‘ mich nun gut mit Bieren und deren Geschmacksrichtungen aus. Wir haben fünfzig verschiedene Biere im Haus, von neuen Kraftbier-Brauereien und wunderbaren Privat-Brauereien. Zum Lamm passt wunderbar Fastenbier. Stolz bin ich auf Spezialitäten wie Whisky-Bier oder das Schlawiner-Bier, kalt gehopft für eine blumige Zitrusnote mit einem Hauch tropischer Früchte“, schwärmt der Bier-Experte.

Der Gasthof mit seinen mehr als neunzig Sitzplätzen in den gemütlichen Ess- und Speisezimmern und 80 Sitzplätzen im Gastgarten, mitten in der grünen Wachau, ist aber nicht nur wegen seines Speis- und Trank-Angebotes einen Besuch wert. Den alten Hof, der über die Jahrzehnte und „dank“ verheerender Donau-Hochwasser immer wieder renoviert werden musste, umgibt ein 10.000 Quadratmeter großer Garten, der, bestückt mit alten Mostbirnbäumen, Platz für 60 Zelt- und Campingstellplätze (ca. € 15,–/Tag) bietet. Wer ein festes Dach überm Kopf vorzieht, der kann in einem der sechs modernen Gästezimmer nächtigen (DZ/NF € 49,–).

Ob Tages- oder Nächtigungsgast, von diesem Fleckchen
Erde genießt der Besucher im Schatten von Ginko, Rot-Ahorn, Ringlotten-, Apfel- und Zwetschkenbäumen den Blick auf die Donau und die von Weinterrassen, Marillen-
gärten, Burgen und Klöstern gesäumte Landschaft. Wer zu Fuß die Region erkunden will, der folgt am besten dem „Wachauer Welterbesteig“, der den Wanderer in sieben Etappen rund um die schöne Wachau führt.
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