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Ausgabe Nr. 06/2018 vom 06.02.2018, Foto: Felicitas Matern
Kabarettist Herbert Steinböck
Kabarettist Herbert Steinböck feiert seinen 60er mit einem neuen Programm
Bekannt wurde er als die eine Hälfte des Kabarett-Duos „Steinböck & Rudle“. Mittlerweile ist Herbert Steinböck vermehrt auch in Theater- oder Musicalproduktionen zu sehen, etwa in der „Zirkusprinzessin“ an der Wiener Volksoper. Am 13. Februar feiert er seinen 60. Geburtstag. Mit der WOCHE-Reporterin Helena Nageler-Petritz sprach er über das Blödeln und sein neues Programm.
Sie haben diesmal am Faschingsdienstag Geburtstag. Gibt es eine Kostümparty?
Nein, am 13. feiere ich nur im kleinen Kreis und am Samstag drauf größer. Es heißt, dass so viele Menschen einzuladen sind, wie das Geburtstagskind alt wird. Ich werde tatsächlich mit 60 Menschen gemütlich bei einem Heurigen feiern.

War es als Kind für Sie schön, in der Faschingszeit Geburtstag zu haben?
Eigentlich nicht, weil mein Geburtstag meistens in die Semesterferien gefallen ist. Ich bin ein Einzelkind und da habe ich immer nur mit Mama und Papa gefeiert.

Hatten Sie schon früh den Drang zur Schauspielerei?
Ja. Und auch leider, weil ich in der Schule immer der Kasperl war. Da die Lehrer nicht nur damals, sondern auch heute relativ humorbefreit sind, ist das nicht gut angekommen. Dafür habe ich mit meiner Mutter oft gesungen. Und auch mit meinen Onkeln, die das damalige „Schöpfel-Trio“, eine Volksmusikgruppe, gebildet haben.

Vor Ihrer Schauspielausbildung haben Sie Deutsch und Geschichte auf Lehramt studiert. Wie kam es dazu?
Für meine Eltern wäre die Schauspielerei nie in Frage gekommen. Da hat es geheißen, „Lern was G‘scheits.“ Lehrer ist noch gegangen. Mein Vater hätte es lieber gehabt, dass ich etwas mache, wo ich am Abend schmutzig bin, weil es nur dann eine richtige Arbeit ist.

Wie sind Sie zur Schauspielerei gekommen?
Als ich 26 Jahre alt war, hat meine damalige Freundin in der Zeitung gelesen, dass im Volkstheater in Wien eine Schauspielschule eröffnet wird. Altersgrenze 26 Jahre. Ich habe mich beworben und wurde genommen.

Bekannt wurden Sie aber als Teil des Kabarett-Duos mit Gerold Rudle. Wie kam es zur Zusammenarbeit?
Gerold und ich sind nur aus einem Grund mit unseren Sketches als Kabarettisten angetreten. Wir dachten, dass wir endlich Theaterhauptrollen kriegen, wenn wir berühmte Kabarettisten seien. Aber je bekannter wir als Kabarettisten wurden, desto mehr hat die Theaterszene auf uns herabgeschaut. Denn wer Kabarett spielt, kann keinen „Faust“ geben.

Einige Ihrer Programme sind äußerst persönlich, in einem sprachen Sie über Ihren Prostatakrebs. Wieso das?
Nachdem mich mein Krebs fast niedergestreckt hatte, stand mein erstes Solo-Programm an. Da hatte ich den Krebs schon ein Jahr überwunden. Deshalb habe ich versucht, das lustig umzusetzen. Krebs muss nicht das Ende sein.

Ihr neues Programm „Ätsch“ bringen Sie anlässlich Ihres 60ers auf die Bühne. Ist es ein Rückblick?
Nein. Mein „runder“ Geburtstag hat sich angeboten, ein neues Programm zu machen. Es geht darum, dass ein 60jähriger erfährt, dass er als Baby bei der Geburt vertauscht wurde. Er fragt sich, ob er noch einmal von vorne beginnen kann.
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