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Ausgabe Nr. 5/2018 vom 30.01.2018, Fotos: Fotolia, zVg
Mehr Platz und Ordnung im Kleiderschrank.
Stilberaterin Susanne Voggenberger:
„Ein geordneter Kleiderschrank macht schon beim Öffnen Freude.“
Das sieht doch gleich viel besser aus
Frauen besitzen durchschnittlich 118 Kleidungsstücke. Dazu kommen Schmuck, Schuhe, Tücher, Gürtel und Strümpfe. Mit ein paar Tricks, die einfach wie billig sind, lässt sich der Platz im Schrank bestmöglich nützen. Eine Expertin verrät, wie‘s geht.
Überquellende Schubladen, vollgestopfte Fächer und kaum Platz für einen weiteren Kleiderhaken. Wenn der Kleiderschrank aus allen Nähten zu platzen droht, hilft nur eines, Platz schaffen. „Der Jahreswechsel eignet sich perfekt, um Altes loszulassen und Neuem eine Chance zu geben“, sagt Stilberaterin Susanne Voggenberger aus Mödling (NÖ, www.fashionstylist.at) und verrät, wie das „Ausmisten“ gelingt.

Frau Voggenberger, warum herrscht im Kleiderschrank Chaos?
Das hat meist mehrere Ursachen. Häufig, weil viele Kleidungsstücke in unterschiedlichen Farben oder Stilrichtungen gekauft wurden, die nicht kombinierbar sind. Somit sind viele Einzelteile vorhanden. Im Laufe der Zeit sammeln sich dazu oft verschiedene Kleidergrößen an. Dann höre ich den Satz, „Da passe ich vielleicht wieder einmal rein.“

Welches System hat sich bewährt, um Ordnung zu schaffen?
Wer ausmisten möchte, muss alle Teile aus dem Schrank räumen. Nur wenn jeder Teil in die Hand genommen, eventuell anprobiert und einzeln beurteilt wird, kann eine Entscheidung getroffen werden. Für eine bessere Überschaubarkeit ist es vorteilhaft, eine gewisse Ordnung zu schaffen. Gut ist, nach Themen zu sortieren, also alle Pullover, alle Shirts, Hosen, Röcke zusammenzugeben und jedes Thema nach Farben zu ordnen. Das sieht hübsch aus und es finden sich leichter Kombinationen.

Was bringt eine Ordnung nach Farben?
Sie hilft, den Überblick über die Anzahl der einzelnen Teile zu bewahren. Je höher ein Stapel ist, desto lieber mögen Sie diese Farbe. Das kann ein Hinweis darauf sein, auf eine andere Farbe beim Einkaufen zu greifen.

Was tun mit Stücken, die schon lange nicht angezogen wurden?
Solche Stücke hat fast jeder. Es gibt manchmal gute Gründe, das eine oder andere Kleidungsstück aufzubewahren, etwa weil Erinnerungen daran hängen, die erste Verabredung mit der großen Liebe, eine Urlaubserinnerung oder ein Geschenk. Wenn Sie bei einem Stück jedoch Sätze im Kopf haben wie „Das kommt vielleicht wieder in Mode“ oder „Wenn ich meine Figur von damals wiederhabe, dann …“, sollten Sie es gleich entsorgen. Es stimmt, Modetrends kommen wieder, aber sie sind immer neu gestaltet, im Schnitt, in der Form, bei Details. Nimmt eine Frau so viel ab, dass sie in ihr altes Kleid wieder hineinpasst, sollte sie sich für ihren Erfolg mit einem schicken Teil der aktuellen Mode belohnen.

Haben Sie noch weitere Tipps?
Ja, was mehr als zwei Jahre nicht getragen wurde, aussortieren. Dabei alles aus dem Schrank räumen und nach dem Ampelsystem sortieren. Rot für „Das fällt raus“, Orange für „Das behalte ich und lasse es zum Beispiel auf meine Figur anpassen oder kürzen“ und Grün für „Das bleibt“. Wenn Sie sich nicht von einem Teil trennen können, fragen Sie sich, ob es Sie noch positiv stimmt, wenn Sie ihn tragen und ob er zum aktuellen Stil passt. Am Ende ist es sinnvoll, eine Liste zu machen, was in der Garderobe fehlt, damit künftig gut kombiniert und zielorientiert eingekauft wird.
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