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Ausgabe Nr. 04/2018 vom 23.01.2018, Foto: picturedesk.com
Arnulf Prasch
„Wir heizen im Kältepol mit Musi ein“
Seine musikalischen Open-Air-Shows im Sommer und im Winter sind beliebte Programmhöhepunkte bei den Freunden der volkstümlichen Musik und des Schlagers. Zwei Stile, die beim Publikum ebenso ankommen wie der sympathische Kärntner Moderator Arnulf Prasch, 52, der im Kältepol von Bad Kleinkirchheim agiert und auf seine Bienen schwört.
Am Samstag steht das Winter-Open-Air von „Wenn die Musi spielt“ auf dem Programm. Herrscht der Winter in Bad Kleinkirchheim, Herr Prasch?
Bislang haben wir einen recht ordentlichen Winter, obwohl wir in den vergangenen Tagen durchaus mit höheren, für die Jahreszeit untypischen Temperaturen zu kämpfen hatten. Aber wenn ich in meinen Garten schaue, liegt Schnee bei uns in Villach. Also, es ist Winter.

Sind Sie für den Notfall gerüstet, sollte der Schnee bis zur Show am Samstag wegschmelzen?
Wenn es zu warm ist, nützen selbst Schneekanonen nichts, um ein Wintergefühl vermitteln zu können. Aber wir liegen mit unserer Musi-Arena im Kältepol von Bad Kleinkirchheim. An der Talstation der Kaiserburgbahn, dem Ziel der Franz-Klammer-Abfahrtsstrecke, sorgen kalte Bergluftwinde für tiefe Temperaturen. Die haben uns schon beim ersten Winter-Open-Air vor 15 Jahren minus 15 Grad beschert. Es kann also kalt werden.

Da müssen Ihre Gäste ja ordentlich kältebeständig sein, nicht wahr?
Natürlich, und sie müssen fleißig mitmachen und die Interpreten anfeuern. Dann wird‘s schon warm werden. Es ist aber unglaublich, wie gut vorbereitet die Zuschauer zu uns kommen. Wir haben viele Stammgäste, die wissen, dass sie sich dick anziehen müssen und sie bringen Styroporplatten mit, damit sie nicht auf dem eisigen Untergrund stehen müssen. Sie haben also ihre eigene Strategie, mit der Kälte umzugehen.

Moderator und Besucher sind also bestens vorbereitet?
Auf jeden Fall, wir sind gegen jedes Wetter gerüstet. Es wird ja neben der Bühne ein riesiger Schneehaufen
angelegt, der aus Naturschnee und Kunstschnee besteht. Daraus werden auch die Eisziegel herausgeschnitten, mit denen die Bühne verkleidet wird. Dazu werden noch Eisblöcke aufgestellt und noch kurz vor Sendungsbeginn mit Wasser übergossen, damit sie schön glänzen.

Es gab in den vergangenen Jahren einen Kahlschlag an großen Musik-Shows. Übrig blieben unter anderem Sendungen mit Florian Silbereisen und Helene Fischer. Dabei fällt auf, dass die mit vielen Effekten arbeiten, die Musik beinahe schon in den Hintergrund gedrängt wird. Geht heute ohne Effekte nichts mehr?
Ich glaube das nicht, denn „Wenn die Musi spielt“ lehrt uns etwas anderes. Seit dem ersten Open-Air im Sommer im Jahr 1996, das Winter-Open-Air gab es erstmals im Jahr 2003, ist das Konzept bis heute annähernd gleich geblieben. Unser Erfolgskonzept liegt in der wundervollen Landschaft, einem wunderbaren Publikum, ausgezeichneten Musikern, bekannten Hits zum Mitsingen, aber auch neuen Liedern.

Der Showmaster Florian Silbereisen singt selbst, werden Sie das auch einmal machen?
Ich singe ja schon, weil am Schluss der Sendung unser Abschiedslied erklingt, bei dem ich mitwirke …

… aber einen eigenen Show-Block Arnulf Prasch wird es nicht geben?
Nein, meine Aufgabe ist die Präsentation. Wir haben viele ausgezeichnete Interpreten, da muss nicht auch noch ich dahinträllern.

Wird es wie im Vorjahr eine Filmeinspielung mit dem
Lokalmatador Franz Klammer auf der Piste geben?

Ist nicht vorgesehen, wir versuchen jedes Jahr etwas Neues zu präsentieren. Deshalb werden wir uns heuer auf die Spur der Zirbe begeben. Dieser Nadelbaum kommt ja in vielfältigster Weise zum Einsatz …

… als Schnapslieferant …
… das ist nur eine Möglichkeit (lacht). Das nur am Rande und nicht mit mir. Die Zirbe ist in den Nockbergen weit verbreitet, ihr Holz ist äußerst wertvoll und dient dem gesunden Schlaf. Es heißt, der Herzschlag würde sich um bis zu 3.000 Schläge pro Nacht reduzieren, wenn in einem Bett aus Zirbenholz geschlafen wird. Außerdem liefert die Zirbe ausgezeichneten Honig.

Wenn wir schon beim Bienenprodukt sind. Stimmt es, dass Ihre Frau Cornelia eine Honig-Zupfmassage anbietet?
Das ist richtig. Sie arbeitet in Villach als Physiotherapeutin, das ist eine von vielen Leistungen, die sie anbietet. Die Honig-Zupfmassage ist eine ganzheitliche Massage, da sie den Energiefluss wieder ins Gleichgewicht bringt und gleichzeitig das Nerven- und Immunsystem stimuliert. Die Honigmassage hat ihre Wurzeln in Tibet und Russland. Der Honig wirkt mit seiner antiseptischen Eigenschaft heilend auf die Haut und entgiftet den Stoffwechsel. Zunächst wird der erwärmte Honig mit einer speziellen Zupf- und Pumptechnik einmassiert. Durch die besondere Massagetechnik in Kombination mit dem Honig werden Salze, Gifte und Schlacken aus dem Körpergewebe gezogen. Außerdem wirkt die Behandlung pflegend und durchblutungsfördernd.

Kamen Sie schon in den Genuss dieser Zupfmassage?
(lacht) Natürlich, ich bin der beste Kunde meiner Frau.

Woher kommt Ihr Honig?
Von unseren eigenen Bienenvölkern. Wir haben vor zwei Jahren begonnen, Bienen zu züchten. Derzeit haben wir fünf Völker, die natürlich viel Arbeit machen und viel Wissen voraussetzen. Deshalb haben wir professionelle Hilfe.

Arbeiten Ihre Bienen fleißig?
Und wie. Wir leben am Rand von Villach und unsere Bienen fliegen bis zum Hausberg, dem Dobratsch, deshalb haben wir guten Waldhonig. Er wurde sogar schon prämiert.

Verkaufen Sie Honig?
Dazu reicht die Menge nicht. Nur für unser Frühstücksbrot.

Arnulf Prasch wurde am 18. Mai 1965 in St. Veit/Glan in Kärnten geboren. Er ist ausgebildeter Chorleiter und seit 4. April 2016 mit seiner Cornelia, 37, einer Physiotherapeutin, verheiratet. Beide brachten eine Tochter mit in die Ehe. Cornelia ist für Arnulf Prasch eine wichtige Kritikerin seiner Arbeit und meist mit dabei. So auch beim Winter-Open-Air in Bad Kleinkirchheim. Dort wird am Samstag ab 20.15 Uhr, live auf ORF2, wieder ordentlich Stimmung gemacht. Unter anderem von Nik P., „KLUBBB3“, Beatrice Egli, Ross Antony, Hansi Hinterseer, dem „Nockalm Quintett“, von „Die Draufgänger“, den „Dorfrockern“, „voXXclub“, von Co-Moderatorin Stefanie Hertel & Markus, Simone & Charly Brunner, den „Zellberg Buam“, Olaf Berger & Antonia aus Tirol sowie den „Mayrhofnern“.
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