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Ausgabe Nr. 01/2018 vom 02.01.2018, Fotos: Filmladen Filmverleih
Neu im Kino: Das Leuchten der Erinnerung
Ella und John wollen ein Abenteuer erleben.
Im Wohnwagen dem Vergessen entfliehen
Ella (Helen Mirren) und John Spencer (Donald Sutherland) reisen mit dem Wohnwagen die amerikanische Ostküste entlang. Sie weiß, dass es ihr letzter gemeinsamer Urlaub sein wird. Ihr Mann leidet an Alzheimer und hat täglich Erinnerungslücken. Auf ihrer Reise müssen sie turbulente Situationen meistern.
Das Leben von Ella (Helen Mirren, 72) und John Spencer (Donald Sutherland, 82) wird von Arztbesuchen und den Ansprüchen ihrer beiden erwachsenen Kinder bestimmt. Doch das Ehepaar will noch einmal ein Abenteuer erleben, ehe es zu spät ist.

Heimlich fahren sie in ihrem Wohnwagen los. Ihre 2.700 Kilometer lange Reise führt sie die amerikanische Ostküste entlang. Das Ziel ist das Haus des Schriftstellers Ernest Hemingway in Key West im US-Bundesstaat Florida.

„John ist ein pensionierter Lehrer und besessen von den vielen Büchern, die er gelesen hat. Am liebsten hat er die Werke von Hemingway. Aus diesem Grund fahren sie zum Anwesen, in dem der Schriftsteller gelebt hat“, erklärt Donald Sutherland, der im Kinofilm „Das Leuchten der Erinnerung“ den redseligen und mürrischen Mann ver-
körpert. John Spencer weiß zwar viel, doch er vergisst. „Im Film wird aber niemals das Wort ,Alzheimer‘ ausgesprochen“, erzählt Sutherland. Die Kinder sagen, dass ihr Vater schlechte Momente hat. Seine Frau Ella redet von Erinnerungsschwierigkeiten.

Spencers Gedächtnisschwund ist aber durchsetzt von Momenten großer Klarheit, in denen sein Charme zum Vorschein kommt. „Für Ella ist Johns Zustand schmerzvoll. Sie erlebt, wie ihr der Mann, mit dem sie seit Jahrzehnten verheiratet ist, immer mehr entgleitet“, schildert Helen Mirren, die in der Rolle der Ehefrau glänzt.

Ella Spencer lässt sich ihren Lebensmut aber nicht nehmen. „Sie gibt sich uneingeschränkt dem Leben hin. Sie hat Energie und lässt sich nicht auf ihr Alter reduzieren“, sagt Mirren.

Geduldig erklärt sie ihrem Mann, wo sie gerade sind, als er sich plötzlich nicht mehr auskennt. Sie nimmt es John auch nicht übel, als er ohne Vorwarnung alleine im Wohnwagen davonbraust.

Tagsüber erleben sie riskante und amüsante Situationen, abends schwelgen sie in Erinnerungen. Das Ehepaar hat einen Dia-Projektor auf die Reise mitgenommen und sieht sich damit alte Fotos an. „Die letzte Phase der Liebe ist unvergleichlich. John und Ella sind vertraut mit den Fehlern und Stärken des anderen. Trotzdem gibt es immer noch Dinge, die sie über sich herausfinden“, erzählt Helen Mirren.

Frei ab 10 Jahren, ab 4.1. im Kino.
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