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Ausgabe Nr. 01/2018 vom 02.01.2018, Foto: Thomas & Thomas
Hans Sigl
„Für den Bergdoktor wird‘s keine Frau geben“
Der Bergdoktor rettet wieder Leben. Und das zunächst in einem Winterspezial in Spielfilmlänge am Donnerstag, 4. Jänner, ab 20.15 Uhr, ZDF. Ab 18. Jänner ist dann die neue Staffel mit dem Steirer Hans Sigl, 48, in der Hauptrolle zu sehen. Die Karriere läuft gut, Neujahrsvorsätze hat der „Herr Doktor“ keine. Aber natürlich kann‘s mit der Beliebtheit seiner Serie durchaus so weitergehen wie bisher.
Herr Sigl, die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, der Jahreswechsel liegt ebenfalls hinter uns. Haben Sie über die Feiertage ein bisserl zugenommen?
Nein, denn ich esse mit Maß und Ziel. Schließlich kann ich als Österreicher nicht vor Kekserln Halt machen. Ich bin schon ein Süßer, deshalb ist das eine oder andere Kekserl nicht vor mir sicher. Aber eben nicht im Übermaß. Ich finde es immer lustig, wenn die Menschen meinen, sie würden zwischen Weihnachten und Neujahr zunehmen. Die Wahrheit ist, dass sie zwischen Neujahr und Weihnachten zulegen.

Haben Sie Neujahrsvorsätze gefasst?
Das mache ich nie. Es ist meiner Meinung nach wirkungsvoller, Pläne zu haben, als Neujahrsvorsätze zu gestalten. Sie werden von den meisten Menschen ohnedies schon mit einem Augenzwinkern gemacht. Insofern lasse ich es gleich bleiben.

Treiben Sie Sport, um Ihre Form zu halten?
Ja, ich bewege mich gern. Im Sommer fahre ich gerne mit dem Rad und spiele Golf. Sobald es ein bisschen nässer und kälter wird, bin ich gern im Fitness-Studio. Dann stehe ich am Stepper oder am Laufband.

Fahren Sie auch Schi?
Leidenschaftlich gerne, obwohl ich aufgrund meiner Filmprojekte ein bisschen vorsichtig sein muss. Meine Versicherung legt mir nahe, es während der Dreharbeiten nicht zu tun. Es wäre ungut, wenn ich mir plötzlich einen Kreuzbandriss zuziehen würde. Deshalb ist die Sicherheit vorrangig.

Wenn Sie dann doch einmal auf den Bretteln stehen, wo fahren Sie dann am liebsten?
Hauptsächlich in der Schiwelt Wilder Kaiser in Tirol. Es ist ja eines der größten Schigebiete unseres Landes, insofern habe ich dort genug Pistenkilometer zu bewältigen.

Und zu Ihrer steirischen Heimat gibt es keinen Bezug mehr?
Ich lebe seit dem Jahr 1979 nicht mehr dort. Ich habe meine Heimat verlegt. Aber „da kumm i her, da g‘hör ich hin“, also trage ich die steirische Heimat im Herzen.

Sie verkörpern seit zehn Jahren den Bergdoktor. Hat diese Rolle Ihr Leben verändert?
Auf jeden Fall, durch den Erfolg und die große Reichweite der Serie sind viele Menschen mit dieser Rolle vertraut und ich werde oft darauf angesprochen, das zum einen. Und zum anderen bin ich ziemlich beschäftigt und das ist auch positiv.

Der Bergdoktor ist immer wieder von feschen Frauen umgeben. Wird er je unter die Haube kommen?
Das ist etwas, was Martin Gruber – da bin ich mit den Machern der Serie einer Meinung – wohl nicht passieren wird. Er wird wahrscheinlich noch länger auf der Suche sein.

Was verbindet Sie mit der Rolle?
Ich durfte die Rolle über die Jahre hinweg mitgestalten. Dafür bin ich dankbar. Es ist auf meinem „Mist“ gewachsen, wie sich der Kollege Gruber gibt. Und was ich beim Zivildienst als Pfleger gelernt und gesehen habe, ist, dass es zwischen Arzt und Patient menscheln muss. Das war eine Grundvoraussetzung, die ich für mich in den Charakter eingebaut habe. Es gibt Ärzte in der Film- und Serienwelt, die sind anders gestrickt, aber mir war wichtig, dass der Martin Gruber ein Menschenfreund ist und ruhig mit den Patienten umgeht. Ich hoffe, dass mir das geglückt ist.

In dieser Woche ist ein Winterspezial mit dem Titel „Höhenangst“ zu sehen. Der Film dauert 88 Minuten und wurde in Ellmau gedreht, nicht wahr?
Ja, am Wilden Kaiser. Wir drehen seit dem Jahr 2007 in dieser Region. Sie ist für mich zur zweiten Heimat geworden und ich habe den Wilden Kaiser tief in mein Herz geschlossen. Ich stehe nach zehn Jahren immer noch da und mache jeden Tag ein Foto vom Berg, weil er jeden Tag anders aussieht und mich fasziniert.

Haben Sie bei der Arbeit gewisse Rituale?
Ich trinke vor dem Auftritt gerne Tee. Und ich führe innere Monologe. Das sind kleine Meditationen, die ich mit Atemübungen verbinde. Ich habe über das Jahr so viele Drehtage, dass ich auf diesem Weg versuche, zwischendurch Kraft zu tanken. Dann ziehe ich mich einmal 15 Minuten zurück.

Welchen Tee trinken Sie dabei?
Das ist unterschiedlich, im Sommer sind das eher leichte Kräutertees, jetzt im Winter genieße ich den Ingwer, von dem bekannt ist, dass er gute Wirkung auf das Kreislaufsystem hat.

Sie feiern im schönen Mai den zehnten Hochzeitstag mit Ihrer Frau Susanne, die Sie für uns elegant im schwarzen Anzug fotografiert hat. Sie meinten einmal: „Ich bin ein totaler Ehe-Anhänger.“ Warum?
Weil ich erlebt habe, dass die Beziehung durch den Ring, durch das, was beim Heiraten passiert, eine andere Wertigkeit erfährt. Es ist eine Aufwertung. Ich sage lieber „meine Frau“ als „meine Freundin“. Zudem finde ich, ist es ein schönes Ritual, sich zu ehelichen.

Hans Sigl wurde am 7. Juli 1969 im steirischen Rottenmann geboren. Seine schauspielerische Ausbildung erfuhr er dann am Tiroler Landestheater in Innsbruck. Erste Bekanntheit erlangte Sigl durch die Serie „SOKO Kitzbühel“, zum Publikumsliebling stieg er danach als Martin Gruber in der Titelrolle der Arzt-Serie „Der Bergdoktor“ auf. Der Schauspieler feiert im Mai mit seiner Frau Susanne den zehnten Hochzeitstag. Sie ist Fotografin und setzt ihren Mann immer wieder gekonnt ins Bild. Wie in unserer Produktion sowie auf der Titelseite. Beide brachten Kinder mit in die Beziehung. Die Familie lebt in Bayern (Deutschland).
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