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Ausgabe Nr. 01/2018 vom 02.01.2018, Fotos: Steiermark Tourismus/ikarus/Tom Lamm
Auf der Tauplitz (Stmk.) nächtigen Wintersportler mitten im Schigebiet.
Schihütte „s‘Kriemandl“
Zauberteppich“ im Kinderland
Die Piste ist vor der Haustür
Das Schigebiet Tauplitzalm in der Steiermark ist anders als viele in unserem Land. Auf einem Hochplateau reihen sich Hotels und urige Schihütten aneinander. Um auf die Piste oder die Loipe zu gelangen, müssen die Urlauber nur einen Schritt vor ihre Unterkunft machen. Spaziergänger können auf Winterwanderwegen die Landschaft genießen.
Auf der Tauplitz bei Bad Mitterndorf in der Steiermark wohnen die Gäste nicht einfach nur an der Piste. Sie nächtigen mitten im Schigebiet auf einem der schönsten Seenhochplateaus unseres Landes. Auf einer Höhe von 1.650 Metern bietet sich den Urlaubern ein Ausblick auf die Täler und die umliegenden Berggipfel. Reizvoll ist die Landschaft an so manchem Morgen, wenn sich der Nebel wie eine graue Decke ausbreitet und nur noch die schneebedeckten Gipfel zu sehen sind.

Abgeschieden und doch mittendrin ist das Leben auf der Tauplitz. Die Pisten, Loipen und Winterwanderwege liegen vor der Haustür der Hotels und Gasthöfe, die wie zufällig dahingestreut auf dem autofreien Hochplateau gebaut sind.

„Die Anreise zu den Hotels auf dem Plateau erfolgt entweder mit dem eigenen Auto über die Tauplitzalm Alpenstraße in Bad Mitterndorf oder mit dem Linienbus. Am Ende der Straße ist ein großer, bewachter Parkplatz, auf dem die Urlauber ihr Auto abstellen können. Von dort werden die Gäste abgeholt“, erzählt Bernhard Michelitsch vom Schigebiet Tauplitzalm.

Wobei die Weiterfahrt für viele wohl ein Abenteuer ist. Als Taxi stehen Skidoos, das sind motorisierte Schlitten, und Pistengeräte bereit. Darauf werden die Urlauber mitsamt ihrem Gepäck in ihre Hotels gebracht.

Dank der günstigen geografischen Lage ist die Tauplitz eines der schneesichersten Gebiete der Alpen. „Die Tauplitz gilt als ,Schneeloch‘. Schneehöhen von vier Metern und mehr sind bei uns keine Seltenheit. Wir bekommen bei Nordwest-Wetterlagen überdurchschnittlich viel Schnee, weil wir sozusagen der erste Prellbock sind, bei dem die Wolken auftreffen“, erklärt der Steirer.

Die Wintersportler können auf 43 Pistenkilometern ihre Schwünge im Schnee ziehen. Für Langläufer stehen auf dem Hochplateau 22 gespurte Loipen bereit. „Gemeinsam mit den Loipen im Tal und um Bad Mitterndorf-Tauplitz sind es sogar 176 Kilometer“, erzählt Michelitsch.

Wer das Schigebiet in all seiner Größe an einem Tag erkunden möchte, unternimmt am besten die „Große Almrunde“. Sie führt auch auf den höchsten Punkt des Schigebietes, den 1.965 Meter hohen Lawinenstein. Im Jahr 1905 gelang es, den Berg zum ersten Mal mit Schiern zu befahren. „Der Lawinenstein ragt steil über die Tauplitz und Bad Mitterndorf. Er galt als berüchtigt. Die Bewohner konnten sich in der damaligen Zeit nicht vorstellen, ihn im Winter zu bezwingen. Sie hatten streng genommen auch keinen zwingenden Grund dafür“, schmunzelt der Steirer.

Das Kunststück gelang dem Förster Hiob Engl und dem Lehrer Ferdinand Sulzbacher. Sie zogen als Erste auf dem Lawinenstein ihre Spuren im Schnee. Ein Jahr später folgten die ersten Wintersportler. „Auch wenn sich der Arlberg als ,Wiege des Schisports‘ bezeichnet, waren die Steirer und Niederösterreicher in der Anfangszeit des Schifahrens innovativer und früher dran. Auf der Tauplitz wurde im Jahr 1935 der erste konzessionierte Schlepplift errichtet und 1953 der längste Sessellift der Welt in Betrieb genommen“, erzählt Michelitsch. Neuheiten gibt es auch in diesem Winter. „Wir haben am Lawinenstein eine neue Piste angelegt und auch Pistenverbreiterungen durchgeführt.“

Ein paar Meter unterhalb der Bergstation am Lawinenstein lädt die Schihütte „s‘Kriemandl“ zum Abschnallen ein. Sie ist die höchstgelegene Schihütte der Steiermark. Auf der windgeschützten Sonnenterrasse genießen die Gäste neben hausgemachter Gulaschsuppe und Kasnocken auch das Panorama auf die Bergwelt. Das gewaltige Dachstein-Massiv, das zerklüftete Tote Gebirge und der mächtige Grimming bieten Freiluftkino vom Feinsten.

Doch nicht nur Schifahrer können diesen Ausblick genießen. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, lässt sich mit den Seilbahnen hinauf zur Bergstation bringen. Von dort führt ein präparierter 2,5 Kilometer langer Winterwander-Rundweg zur Schihütte „s‘Kriemandl“.

„Einen weiteren Winterwanderweg gibt es am Hochplateau im idyllischen Almdorf. Der fünf Kilometer lange Pfad führt an zahlreichen Einkehrmöglichkeiten vorbei“, gibt Michelitsch einen Tipp. Auf diese Weise kommt jeder in den Genuss, Höhenluft zu schnuppern. widlak

Winterurlaub auf der Tauplitz

Hoteltipp: Hotel Hierzegger***, 7N im DZ inkl. HP, 6-Tages-Schi-Pass, Winter-Wanderung ab 779,– Euro p.P., gültig von 6.1. bis 3.2. und 10.3. bis 8.4.,
Tel.: 03688/2316, www.hierzegger.at • Hotel

Alpenrose***, 7N im DZ inkl. HP, mit 6-Tages-Schipass ab 759,– Euro, gültig von 7.1. bis 27.1. und 17.3. bis 7.4., Tel.: 03688/2120, www.alpenrose-egger.at •

Information: Tourismusverband Tauplitz,
Tel.: 03688/2252, www.dietauplitz.com
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