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Ausgabe Nr. 51/2017 vom 19.12.2017, Fotos: Julian Mullan, Wilke
Maria Langmaier und Iris Thalbauer
Sollen am 24. 12. alle Geschäfte zu haben?
Wer wenige Stunden vor der Bescherung noch immer nicht weiß, was er seinen Liebsten schenkt, hat heuer zumeist Pech. Der 24. Dezember fällt auf einen Sonntag. Trotzdem können in Tourismusgebieten, je nach Landesregelung, die Geschäfte offen halten. In Salzburg ist etwa fast jede zweite Gemeinde als Tourismusort eingetragen. Einige Läden werden am Heiligen Abend aufsperren, ebenso manche Supermarkt-Filialen. Denn viele Besucher sind offene Geschäfte am Sonntag gewohnt.
JA: Maria Langmaier,
Allianz für den freien Sonntag

„Weihnachten ist das Fest der Freude. Für Christinnen und Christen die Freude darüber, von Gott beschenkt worden zu sein durch die Menschwerdung Jesu Christi, andere zu beschenken und auch selbst beschenkt zu werden. Der materielle Aspekt ist dabei nicht einmal das Wichtigste. ,Ich habe doch eh alles‘, sagen viele. Auf den qualitativen Aspekt kommt es an, das Freudestrahlen im Gesicht der anderen etwa und dass wir einander Zeit schenken. Heuer fällt der 24. Dezember, so wie alle paar Jahre, auf einen Sonntag. Kein Grund die Geschäfte zu öffnen, denn Sonntag soll Sonntag bleiben. Freuen wir uns mit den Handelsangestellten, die zwar am Samstag arbeiten müssen, denen aber aufgrund des freien Sonntags heuer etwas mehr Zeit zum Durchschnaufen und für ihre eigenen Weihnachtsvorbereitungen gegeben ist. Unser Dank gebührt allen, die an diesen Tagen ihren Dienst versehen, im Sinne des sozialen Zusammenhalts: der Ärztin, dem Koch, der Polizistin oder dem Pfleger. Der Sonntag ist ein ,Geschenk des Himmels‘ und der Menschen füreinander. Ermöglichen wir einander auch weiterhin diese verlässliche gemeinsame freie Zeit.“

NEIN: Iris Thalbauer,
Wirtschaftskammer (Handel):

„Grundsätzlich ist die Linie unseres Hauses, dass sich die Menschen am 24. Dezember, der heuer auf einen Sonntag fällt, auf die Familie konzentrieren und aufs Christkind vorbereiten sollten. Es gibt natürlich Sonntagsregelungen in den Tourismusgebieten oder auf Tankstellen und Bahnhöfen. Und das eine oder andere Geschäft wird wahrscheinlich von diesen erweiterten Öffnungszeiten am Sonntag auch am 24. Dezember Gebrauch machen. Das soll so sein, wenn sie das wollen. Es ist eine Entscheidung, die jedes einzelne Unternehmen für sich selber treffen soll und treffen muss. Für die Sonntagsöffnung gibt es die gesetzlichen Vorgaben nach den Tourismusregelungen. Sie sind allerdings in jeder Region anders. Die Bestimmungen hängen vom Landeshauptmann ab, der diese Tourismusverordnungen erlässt und sie sind teilweise von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Ob ein Geschäft am 24. Dezember offen hat, ist eine Entscheidung des Unternehmers. Es sollte jede Firma für sich beschließen, wie sie damit umgeht. Aber es braucht keine generelle Regelung.“
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