Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 51/2017 vom 19.12.2017, Foto: Trölß
„Voodoo-Puppen gibt‘s auch in Tirol“, weiß Andrea Aschauer.
Unsere kleinen Museen
Das Volksglaube-Museum
Seit dem Jahr 2011 präsentiert sich das Rablhaus in der Tiroler Gemeinde Weerberg als einziges Museum im gesamten Alpenraum, das sich ausschließlich mit dem Thema Volksglaube und Volksmedizin auseinandersetzt. In der aktuellen Dauerausstellung spielt vor allem der „Aberglaube“ eine wesentliche Rolle. Schließlich wollten sich vor mehr als 100 Jahren unsere Vorfahren damit noch ihr Leben erklären und auch erleichtern.

„Heute glauben wir freilich nicht mehr an Dämonen, Geister oder Hexen. Es gibt aber immer noch Bereiche, die wir uns nicht erklären können“, berichtet die Museumsleiterin Andrea Aschauer, 53, die auf 150 Quadratmetern Ausstellungsfläche mehr als 3.000 Objekte zum Thema Volksglaube zusammengetragen hat.

Zu sehen gibt‘s neben zahlreichen Heils- und Glücksbringern sowie Amuletten gegen böse Geister
auch eine Tiroler Voodoo-Puppe, „mit der Frauen damals unliebsame Konkurrentinnen ausstechen wollten“. Auch die typische Tiroler Wetterkerze, die für das bäuerliche Wettergebet und den Wetterzauber in früheren Zeiten unverzichtbar war, ist zu bestaunen. „Wir erklären aber auch die verschiedensten Rituale wie das Palmkätzchen schlucken und was es mit Wortzaubersprüchen wie ‚Toi, toi, toi‘ oder dem Daumendrücken auf sich hat“, erzählt die Ethnologin.

Eineinhalbstündige Museumsführungen kosten fünf Euro pro Person.
Info-Tel.: 0650/3037485.
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung