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Ausgabe Nr. 49/2017 vom 04.12.2017, Fotos: Fotex, tourpics net/Dominik Rueß/Alexander, Erdbeer/SusaZoom/Fotolia
links oben: Blau- und Kohlmeisen
rechts oben: Haus- und Feldsperlinge
links unten: Amseln
rechts unten: Buchfinken
Alle Vöglein warten schon
Wenn der erste Schnee Bäume und Sträucher bedeckt und Väterchen Frost die Böden gefrieren lässt, suchen unsere kleinen gefiederten Freunde verzweifelt nach Körnern, Beeren oder Samen. Höchste Zeit, den putzigen Flattermännern ein bisschen unter die Flügel zu greifen.
Sollten Sie bisher noch kein Vogelhaus aufgestellt haben, ist es jetzt höchste Zeit dafür“, sagt Jürgen Stadler vom Tierschutz-verein Pfotenhilfe in Lochen am See (OÖ). Schließlich habe der Mensch aus der Natur weitreichend eine Agrarwüste gemacht, „in der unsere gefiederten Freunde kein oder nicht ausreichend Futter finden.“

Doch natürlich lebt kein Piepmatz vom Winterfutter aus Menschenhand alleine. Es hängt stark von der Umgebung ab, welche und wie viele Vögel zu einer Futterstelle kommen. „Gartenbesitzer, die ein Vogelhäuschen in der Nähe eines Waldes einrichten, können mit etwa 30 Arten rechnen, während sich mitten in der Stadt manchmal kaum mehr als fünf verschiedene Tiere einstellen“, erklärt Eva Karner-Ranner von „Birdlife Österreich“. Die Anforderungen an eine Futterstelle lassen sich dafür auf wenige Grundsätze reduzieren. „Das Futter muss vor Nässe geschützt sein, es darf nicht mit dem Kot der Vögel in Berührung kommen und es muss für die Tiere eine leicht erreichbare Ansitzmöglichkeit geben“, erklärt die Expertin, die aus diesen Gründen Futtersäulen gegenüber offenen Vogelhäuschen vorzieht. Und um Katzen keinen vorweihnachtlichen Festschmaus zu servieren, „sollte das Vogelfutter stets in einer Höhe von eineinhalb Metern angebracht werden“, empfiehlt die Vogelschutzorganisation „Birdlife“, die eine neue Broschüre mit Fütterungstipps herausgebracht hat.

Gratisbestellung unter Tel.: 01/5222228. hwie

Amseln:
Die Vögel aus der Familie der Drosseln waren vor 150 Jahren noch scheue Waldbewohner. Heute gehören sie zu den bekanntesten Luftikussen überhaupt. Stadtamseln überwintern auch in unserem Land und suchen gerne Futterstellen auf, wo sie auf Weichfutter angewiesen sind. Äpfel, Rosinen, gehackte Nüsse, getrocknete Beeren oder fettgetränkte Getreideflocken mögen sie besonders gerne.

Buchfinken:
Die hierzulande überwinternden Buchfinken sind hauptsächlich männliche Tiere, denn die Weibchen ziehen lieber in wärmere Gefilde. Kein Wunder, dass dem Vogel der Spitzname „der Ehelose“ verpasst wurde. Im Winter sind die Flattermänner hauptsächlich Körnerfresser. Sie lieben Sonnenblumenkerne, Erdnussbruch und energiereiche, ölhaltige Sämereien wie Hanf oder Mohn.

Haus- und Feldsperlinge:
Dem Haussperling oder Spatz ist sicher schon jeder begegnet. Er liebt die Nähe zum Menschen, dem er bis in betonierte Innenstädte gefolgt ist. Wer in dörflicher Umgebung wohnt, hat gute Chancen, auch den Feldsperling beobachten zu können. Beide Vogelarten sind Körnerfresser, nehmen aber lieber kleine Samen oder Sonnenblumenkerne zu sich. Im Gegensatz zu den meisten anderen Vögeln sind für sie auch stärkehaltige Körner wie Getreide oder Hirse geeignet.

Blau- und Kohlmeisen:
Die hübschen bunten Piepmätze sind meist die ersten, die eine neue Futterstelle entdecken und andere Vogelarten darauf aufmerksam machen. Beim Fressen fallen sie vor allem durch ihre enorme Geschicklichkeit auf. So können sie sich an die äußersten Zweige klammern und sogar kopfüber hängend nach Nahrung suchen. Neben den Sonnenblumenkernen verputzen sie gerne Nüsse oder festes Fettfutter wie die allseits bekannten „Meisenknödel“.
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