Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 47/2017 vom 21.11.2017, Fotos: Just
Christian Telsnig
Im umfangreichen Sortiment finden sich Hirschhartwürstel, Hirschtalg in hübschen Gläsern, Almkräuter-Bratapfel-Punsch und Delikatessen von Bergwild: Wildgewürz in verschiedenen Sorten und der herrliche Hirschedelschinken.
Die gute Wurst liefert Mutter Natur
Wildfleisch gehört zu den gesündesten Fleischsorten. Das hat sich Christian Telsnig zunutze gemacht und gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Walter Moser die Firma „Bergwild“ in Klagenfurt (K) gegründet. In ihrem Feinkostladen vertreiben sie feine Delikatessen vom Kärntner Wild.
Auf gut 2.000 Meter Seehöhe in den Kärntner Nockbergen ist die Natur noch unberührt. Es ist still und friedlich, der Herbst zeigt sich in bunter Farbenpracht. Dieses Gebiet ist die Heimat des Steinhirsches. Ein idealer Lebensraum für das Rotwild. Voller wilder Kräuter, feinster Gräser und reinstem Gebirgsquellwasser – sie bilden die Nahrungsgrundlage dieser Hirschart. Das Wildbret dient als Basisprodukt für eine Vielzahl an Delikatessen der Kärntner Firma „Bergwild“, in denen die Naturbelassenheit zu schmecken ist.

Gegründet wurde das Unternehmen vor sieben Jahren von den beiden Geschäftsführern Christian Telsnig und Walter Moser, beide 35 Jahre alt. „Ich stamme aus einer Jägerfamilie und bin selbst auch leidenschaftlicher Jäger. Außerdem koche ich gerne und esse nur das, was ich auch selbst erlege. Das habe ich schon in meiner Studentenzeit in der steirischen Hauptstadt Graz so gehandhabt. Meine Freunde waren stets begeistert, wie ausgezeichnet Wild schmeckt, deshalb brachte ich ihnen von Kärnten immer wieder Hirschsalami mit“, erinnert sich Telsnig. „Da die Nachfrage immer größer wurde, entstand aus einem Hobby das Geschäft.“

Neben dem Delikatessen-Laden in der Klagenfurter Innenstadt sind die „Bergwild“-Produkte auch in den Wiener Feinkost-Läden „Aschauer“ und „Julius Meinl am Graben“ sowie in München (D) beim „Dallmayr“ erhältlich. Wer außerdem am 29. Jänner 2018 den Jägerball in der Wiener Hofburg besucht, kommt dort ebenfalls in den Genuss der kulinarischen Köstlichkeiten von „Bergwild“.

„Es ist unser großes Anliegen, freilebendes Wild dem Konsumenten näherzubringen. Die Einzigartigkeit und Qualität unserer Produkte machen Wild zu einer schmackhaften Delikatesse für jedermann. Kein Vergleich zu den Produkten der oft gestressten Tiere aus Käfighaltung in der Massentierzucht. Wir führen ein umfangreiches Sortiment herrlicher Speisen. Hirschkäsekrainer, Hirschpastete oder Hirschschinken sind immer lagernd. Frisches Wildfleisch vom Reh, Hirsch und der Gams verkaufen wir auf Vorbestellung. Unsere handgefertigten Marmeladen sind Wildsammlungen aus dem Biosphärenpark Nockberge und werden auf 1.300 Metern Seehöhe gesammelt und verarbeitet“, sagt Telsnig.

Die Hirschsalami ist um 9,90 Euro (200 Gramm) erhältlich, pikante Hirschhartwürstel kosten 5,90 Euro (100 Gramm) und ein getrocknetes Hirschfilet, das langsam über Buchenholz geräuchert wurde, 9,90 Euro (130 Gramm), dazu gibt‘s eine Vogelbeere-Apfel-Marmelade um 5,90 Euro (160 Gramm), die ideale Begleitung zu Wildprodukten. Und der „Bergwild Zirberl“-Schnaps um 24,90 Euro (350 Milliliter, 28 Vol %) mit Zirbenzapfen aus den Nockbergen rundet die Wildbret-Delikatessen vorzüglich ab.

Äußerst beliebt sind die schön gestalteten Geschenkboxen, die der Kunde auch gerne selbst zusammenstellen kann. So ist eine kleine „Bergwild“-Geschenkbox, gefüllt mit feinwürziger Hirschsalami, Hirschhartwürstel und Hirschpastete um 29,90 Euro erhältlich. In der größeren Box um 56,40 Euro sind zusätzlich neben zwei Stück Hirschhartwürsteln, einer Hirschsalami, einem getrockneten Hirschfilet, einer würzigen Hirschpastete, abgerundet mit Preiselbeeren und Kren, ein Zirberl-Schnaps und ein bergwildtaugliches Jausenmesser enthalten. Der Kauf einer Box kommt dem Verein Grünes Kreuz, dem Veranstalter des Jägerballes, zugute. Vom günstigen Paket fünf Euro, vom teureren zehn Euro gehen für wohltätige Zwecke an ihn.

Bei den Wildbret-Tagen von Oktober bis November wird das meiste Wild geschossen. „Die Schlachtung durch unsere Jäger ist stressfrei für das Tier. Denn es wird durch die Kugel in Lunge oder Herz schnell getötet. Danach bricht der Jäger das Wildtier auf und entfernt die Innereien. In der Kühlkammer reift das Fleisch bis zu sechs Tage und wird vom Wildtierbeschauer und Amtstierarzt kontrolliert. Anschließend wird das Fleisch in einem Lavanttaler Betrieb zu den Delikatessen verarbeitet“, sagt Telsnig, der auch gleich einen Koch-Tipp für Wild parat hat. „Einfach so, wie Sie sonst Ihr Fleisch zubereiten und es am liebsten mögen. Da kann nichts falsch gemacht werden. Ich esse das ganze Jahr über Wildfleisch und koche es auch gerne. Statt dem Rindsgulasch wird daraus ein Hirschgulasch, und keine Sorge vor zu intensivem Geschmack, der ist nicht vorhanden. Wild mundet nicht nur ausgezeichnet, sondern hat auch den Vorteil, dass es binnen einer Stunde fertig ist. Hirschfleisch muss nicht so lange gekocht werden wie Rindfleisch.“

Bergwild
Paulitschgasse 11 / Domplatz,
9020 Klagenfurt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 9 bis 16 Uhr
Tel.: 0463/503 63 645
www.bergwild.at
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung