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Ausgabe Nr. 45/2017 vom 07.11.2017, Foto: picturedesk.com
Am 9. November wird wieder über Glyphosat abgestimmt.
Brüssel will Glyphosat noch einmal für fünf Jahre zulassen
​Glyphosat ist eines der meistverwendeten Unkrautvernichtungsmittel. Nicht nur weltweit, sondern auch bei uns. Landwirte spritzen damit vor der Aussaat die Felder leer. Weinbauern setzen Glyphosat ein, um unliebsames Gewächs von den Weinstöcken fernzuhalten. Auch in privaten Gärten und auf öffentlichen Flächen wird damit Unkraut bekämpft. Denn Glyphosat ist äußerst wirksam. „Es tötet alles ab, was grün ist“, sagt Sebastian Theissing-Matei von Greenpeace.
Die Umweltschutzorganisation kämpft für ein „Europa ohne Glyphosat“. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat das Pestizid als „wahrscheinlich krebserregend“ für den Menschen eingestuft. EU-Behörden sind jedoch zu einem anderen Schluss gekommen.

Mitte Dezember läuft die Glyphosat-Zulassung in der EU aus. Einigen sich die Mitgliedsländer nicht auf eine Neuzulassung, wäre das Pflanzengift nach einer Übergangsfrist von eineinhalb Jahren verboten.

Die EU-Kommission wollte es ursprünglich noch einmal für zehn Jahre zulassen. Dieser Versuch ist Ende Oktober gescheitert. Zehn Länder, darunter unseres, sprachen sich dagegen aus. Jetzt macht die Kommission am 9. November einen neuen Anlauf. Glyphosat soll für fünf Jahre zugelassen werden. Allerdings ohne weitere Beschränkungen oder ein Ausstiegsszenario.

Für den Greenpeace-Experten Sebastian Theissing-Matei ist das nicht akzeptabel. „Damit würde sich die Menge, die eingesetzt wird, nicht ändern.“
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