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Ausgabe Nr. 45/2017 vom 07.11.2017, Foto: Trölß
Museumsleiter Martin Miesenberger an der Mostpresse.
Unsere kleinen Museen
Das Mostmuseum
Der Landgastwirt Martin Miesenberger aus Neumarkt im Mühlkreis (OÖ) produziert jährlich zwischen 4.000 und 5.000 Liter Most. Und ganz nebenbei leitet der 46jährige auch noch das 150 Quadratmeter kleine Mostmuseum in der Gemeinde. „Bis zum Jahr 1978 waren die Geräte zum Mostmachen hier sogar noch in Betrieb“, erzählt der Museumschef, während er mit einer Besucherin die Doppelspindelpresse in Gang setzt, die für die Region des Mühlviertels typisch ist. „Sie stammt aus dem Jahr 1814 und ist ein Prunkstück. Wir haben aber auch noch eine Balkenzwangspresse, Rundkorbpressen und zahlreiche andere Gegenstände, mit denen schon meine Großeltern gearbeitet haben“, erklärt der Mostexperte.

Insgesamt sind im Museum 200 Ausstellungsstücke, von der Heugabel bis zum Mostkrug, zu bestaunen. Zu sehen gibt‘s auch einen kurzen Film von 1966, der viele Gerätschaften in Betrieb zeigt, „mit Pferd, Großeltern und Eltern“, schmunzelt Miesenberger. Und weil so viel Kultur durstig macht, kommt es äußerst gelegen, dass das Museum über einen eigenen Mostkeller verfügt. „Alles streng biologisch“, sagt der Museumsleiter.

Öffnungszeit: jeden Sonntag von 13 bis 17 Uhr
oder nach telefonischer Vereinbarung unter
Tel.: 0660/3450349. Eintritt: 1,50 Euro.
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