Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 44/2017 vom 30.10.2017, Fotos: Fotolia, 100 pro all4prices
Auf Nang Yuan bei Koh Tao sind die Inseln mit Sandbänken verbunden.
Makak-Affen ernten reife Kokosnüsse.
Im Tempel „Wat Plai Laem“ lächelt Buddha den Besuchern zu.
Im Reich der Kokosnüsse
Wenn es bei uns kalt wird, ist die beste Zeit, nach Thailand zu reisen. Auf Koh Samui, der drittgrößten Insel Thailands, und der nahegelegenen Insel Koh Tao können Besucher das ganze Jahr im Meer baden. Türkisblaues Wasser, goldgelbe Sandstrände und Kokosnusspalmen inklusive.
Zuschauer gehen besser in Deckung, wenn „Jao“ den meterlangen Stamm der Kokosnusspalme emporklettert.
Das graue Makaken-Männchen steuert die Palmwedel an,
auf denen sich die Kokosnüsse befinden. Geschickt dreht
der Affe die kreisrunden Früchte vom Stamm und lässt
sie nach unten fallen. Arbeiter sammeln die am Boden verstreuten Kokosnüsse auf, während der Affe schon zur nächsten Palme springt, um sie zu ernten.

Die Tiere sind dafür ausgebildet und erleichtern dem Menschen die Arbeit. Denn der Anbau von Kokosnüssen ist nach dem Tourismus die Haupteinnahmequelle auf der thailändischen Insel Koh Samui.

Drei Millionen Kokosnusspalmen wachsen auf dem Eiland, das halb so groß ist wie Ibiza. Das Kokoswasser, das sich im Inneren der Nuss befindet, ist ein beliebtes Erfrischungsgetränk.

Das ganze Jahr über ist Ernte- sowie Badezeit. „Die Wassertemperaturen fallen kaum unter 28 Grad Celsius“, erzählt Yuthasak Supasorn, Chef des Thailändischen Tourismusverbandes. Nach der Regenzeit, die im November ihren Höhepunkt hat, beginnt im Dezember die Hauptsaison und beliebteste Reisezeit. Ideal, um einen Flug in das tropische Paradies zu buchen.

Empfangen werden die Reisenden im Anflug von „Big Buddha“. Die 15 Meter hohe goldene Buddha-Statue ist das Wahrzeichen von Koh Samui. Sie befindet sich im Norden auf einer vorgelagerten Insel. Der Eintritt ist frei, die Mönche nehmen aber gerne kleine Geldspenden zum Erhalt der Anlage ein. In der Nähe befindet sich ein weiterer Tempel, der „Wat Plai Laem“. Auffallend sind eine weiße 18-armige Statue von Guanyin, der Gottheit der Gnade, sowie ein lächelnder, dickbäuchiger Buddha.

Nach dem Besuch beider Tempel können die Urlauber direkt zum benachbarten Strand „Bang Rak“ spazieren, um im badewannenwarmen Meer zu plantschen. Die Sandstrände und das türkisblaue Wasser sind die Haupt-
gründe, warum es Menschen auf die Insel zieht. Als schönster Strand auf Koh Samui gilt der an der Ostküste gelegene „Chaweng Beach“. Mit einer Länge von sechs Kilometern ist er der längste auf Samui. „Ab November herrscht an vielen Stränden Rauchverbot“, berichtet Supasorn von einem neuen Gesetz, das Besucher unbedingt respektieren sollten. Ansonsten drohen Geldstrafen.

Rauch ist nur auf den Straßen erwünscht, wo sich eine Garküche an die andere reiht. Sie sind typisch für Thailand. Das Essen wird frisch zubereitet und ist für unsere Verhältnisse günstig. Eine Hauptmahlzeit ist um einen Euro zu haben und besteht hauptsächlich aus Gemüse, Reis, Nudeln, Fisch oder Fleisch.

Gut gestärkt können sich die Besucher auf die Panoramastraße begeben, eine der Attraktionen auf Koh Samui. Die 50 Kilometer lange Küsten-Rundfahrt führt auch beim Wasserfall „Na Muang“ vorbei. Über imposante Steilklippen rauschen die Wassermassen in die Tiefe und münden in einen kleinen See.

Als weiteres Ausflugsziel bietet sich der „Secret Buddha Garden“ an, der nur 20 Autominuten entfernt liegt. „Es handelt sich dabei um einen Garten inmitten des tropischen Regenwaldes, in dem ungewöhnliche Statuen aufgestellt sind. Die Stille des Parks lässt einen die Hektik des Alltags vergessen“, sagt Supasorn.

Neben Koh Samui verdienen auch ihre beiden Nachbar-
inseln den Beinamen „Trauminsel“. Das Eiland Koh Phangan ist legendär für die Feiern, die zu Vollmond stattfinden. Koh Tao, die kleinste der drei Inseln, ist bei Tauchern beliebt. Es gibt mehrere Stellen, an denen Wasserratten den Walhai, den größten Fisch der Welt, aus nächster Nähe sehen können.

Auf der Inselgruppe Nang Yuan vor der Nordwestküste Koh Taos erleben Besucher ein einmaliges geologisches Phänomen. Hier sind die Inseln durch Sandbänke miteinander verbunden. Im Schatten einer Kokosnusspalme auf einem der Sandstrände lässt sich der Tag wohl kaum entspannter verbringen. widlak
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung