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Ausgabe Nr. 44/2017 vom 30.10.2017, Fotos: Trölß
Die kunstvoll verzierten Möbel aus Hirschbach sind weit über unsere Landes-
grenzen hinaus berühmt.
Unsere kleinen Museen
Das Bauernmöbelmuseum
Zu den bekanntesten Kunstprodukten des Mühlviertels (OÖ) gehören neben den Hinterglasbildern auch die farbenfrohen Bauernmöbel aus Hirschbach. Wenig verwunderlich, dass sich in dieser Ortschaft auch das 150 Quadratmeter kleine Bauernmöbelmuseum befindet. „Zum Anschauen gibt‘s bei uns in neun Schauräumen insgesamt 90 wertvolle Einzelobjekte“, erklärt der Museumsobmann Josef Plöchl voller Stolz. Und das heißt, „es sind alte Kästen, Truhen, Tische, Sessel und Betten ausgestellt, die zwischen 1770 und 1860 in Hirschbach hergestellt und kunstvoll bemalt wurden“. Entstanden ist dieser prächtige Möbeltypus jedoch aus der Not der Zimmerleute im 18. Jahrhundert, die über den Winter oft keine Arbeit hatten. Sie fertigten daher in diesen Monaten immer wieder in Eigenregie diverse Möbel an, obwohl sie damit gegen die strenge Zunftordnung verstießen.

Aber nicht nur Möbel, auch die damaligen Lebensverhältnisse werden in dem Museum sichtbar gemacht. „Wir haben auch eine hübsche Bauernstube, in der sich die Besucher ein genaues Bild davon machen können, wie die Menschen damals gelebt haben“, sagt der 66jährige.

Besichtigungen sind nur nach Voranmeldung möglich. Preis: 3 Euro.

Info-Tel.: 07948/541, www.museum-hirschbach.at.
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