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Ausgabe Nr. 37/2017 vom 12.09.2017, Fotos: face to face, People Picture, Morlock
Mit Schönheitsoperationen wurde Andrea
Berg Helene Fischer immer ähnlicher.
Andrea Berg früher, wie sie viele Anhänger
liebten.
Sabine Eder und Martin Pöcher sind von Berg enttäuscht.
„Das ist nicht mehr unsere Andrea Berg“
Andrea Berg brachte mit ihren langen roten Haaren und ihren kurzen Röcken frischen Wind in die Schlagermusik. Die Anhänger liebten sie dafür und machten sie zur „Schlagerkönigin“. Doch weil die 51jährige eine Rundumerneuerung im Gesicht machen ließ, wenden sich viele ihrer treuen Wegbegleiter sauer ab.
Die Lieder blieben die Alten, die Sängerin Andrea Berg dagegen hat sich erneuert. Wenn am Freitag, 15. September, das neue Album „25 Jahre Abenteuer Leben“ in den Handel kommt, hat die 51jährige Schlagersängerin ihre größten und wichtigsten Hits darauf vereint. Ein Rückblick auf ihre erfolgreiche Karriere, in der ihr Best-of-Album sechs Jahre lang in der Hitparade zu finden war. Länger, als dies bei einer Platte der „Beatles“ der Fall war. „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ oder „Du hast mich tausendmal belogen“ sind auf dem neuen Werk zu hören. Belogen und betrogen fühlen sich auch ihre Anhänger. Sie wollen die „alte“ Andrea Berg zurück. Mit ihrem markanten Gesicht und den Falten. Auch ihre einst berühmten wilden roten Haare sind gezähmt und wichen einer braunen und glatt geföhnten Wallemähne.

Die auffälligste Erneuerung an Andrea Berg ist allerdings ihr glattes, faltenfreies Gesicht. „Sie hat definitiv ein Facelifting machen lassen. Auch ihre Schlupflider wurden durch eine Oberlidstraffung entfernt. Außerdem scheint im Gesicht mit Botox gearbeitet und Hyaluronsäure dürfte gespritzt worden zu sein, um die Falten zu glätten. Aber das Ganze ist gut gemacht und sie schaut jetzt viel frischer aus. Ich finde, sie wird Helene Fischer immer ähnlicher“, meint der Schönheitschirurg Artur Worseg.

Doch genau diesen Umstand bemängeln ihre Anhänger und machen ihrem Ärger Luft. „Ich sehe nicht mehr die Andrea Berg, die ich kannte und liebte. Ich verstehe nicht, warum sie sich hat liften lassen. Jede Falte erzählt doch ein Stück vom Leben. Früher war sie eine Traumfrau. Mit ihrem roten Haar und den Miniröcken aus Leder wirkte sie sexy und verführerisch. Heute schaut sie aus wie Helene Fischer, einfach schrecklich. Dabei hat sie es nicht nötig, mit ihrer jungen Konkurrenz mithalten zu müssen. Weder äußerlich noch mit ihrer Musik. Mein erstes Album, das ich mir von ihr gekauft habe, hieß ,Wo liegt das Paradies‘. Das landet jetzt mit ihren anderen Platten im Müll. Und ich kaufe mit Sicherheit auch keine einzige Platte mehr von ihr. Schon ihr Album ,Seelenbeben‘, das sie 2016 herausgebracht hat, habe ich mir nicht mehr angeschafft, weil sie sich da bereits einer Schönheits-Operation unterzogen hat. Außerdem erinnern mich ihre Lieder mittlerweile stark an die Musik von Fischer. Das ärgert und enttäuscht mich. Ich will wieder meine alte Andrea Berg zurück. So wie sie jetzt aussieht, wird ihr Stern bald untergehen. Mich hat sie auf jeden Fall als Anhänger verloren“, sagt der Kärntner Martin Pöcher, 36.

Auch die Klagenfurterin Sabine Eder, 52, kann sich mit dem neuen Gesicht von Andrea Berg nicht anfreunden. „Ich war stets begeistert von ihr, habe ihre Platten rauf und runter gehört. Mein Lieblingslied hieß ,Ich schieß dich auf den Mond‘. Sie war einmalig als Sängerin. Extrem erfolgreich, aber trotzdem auf dem Boden geblieben. Sie hat uns Frauen jenseits der 50 gutgetan. Weil sie nicht perfekt war, mit den paar Falten im Gesicht hat sie Lust aufs Leben vermittelt. Andrea Berg war ein Original, hat sich mit ihrem Äußeren von anderen Sängerinnen abgehoben. Vor allem die roten Haare fand ich an ihr super, sie standen ihr ausgezeichnet. Andrea Berg war eine Frau, die auf der Bühne immer ihre Gefühle gezeigt hat, egal, ob sie weinen oder lachen musste. Das gefiel mir. Doch mit dem Botox-Gesicht ist es ihr jetzt kaum mehr möglich, Gefühle zu zeigen. Sie wirkt künstlich und starr und hat ihren Charme verloren. Niemand ist durch Botox je schöner geworden, auch Andrea Berg nicht. Dabei hätte sie es doch gar nicht nötig, mit Helene Fischer zu konkurrieren. Sie hat so eine schöne Karriere hingelegt. Bitte, werde wieder die alte Andrea“, fleht Eder, die sich die „natürliche Sängerin“ zurückwünscht.

Die Sängerin kommentiert die Veränderungen nicht. Zum Thema Schönheits-Operationen und Botox sagt Andrea Berg: „Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich schminke mich zum Beispiel privat nie, weil ich mir denke, das bin einfach ich. Je älter ich werde, umso mehr muss ich mich auf die inneren Werte reduzieren, weil äußerlich der Lack irgendwann ab ist.“
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