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Ausgabe Nr. 31/2017 vom 01.08.2017, Fotos: zvg
Der Mazda MX-5 RF im WOCHE-Test
Wer den Wind in den Haaren spüren will, öffnet das Dach auf Knopfdruck hurtig innerhalb von 13 Sekunden.
Auch im Innenraum des MX-5 geht es sportlich zu: Rundinstrumente, kurzer Schalthebel und Sportsitze.
Der Kofferraum reicht für den Wochenendausflug.
Der Frischluft-Transformer
Die vierte Generation des Mazda MX-5 gibt es jetzt auch mit Ganzjahres-Option. Wem die Stoffkapuze des Roadsters in der kalten Jahreszeit bisher zu wenig Dämmung bot, hat jetzt beim MX-5 RF keine Ausrede mehr. Sein Klappdach öffnet und schließt in wenigen Sekunden.
Dass Autodesigner alles richtig gemacht haben, kommt nicht allzu häufig vor. Beim neuen Mazda MX-5 RF ist dies jedoch der Fall. Lange Schnauze, tief liegender Grill, kurzer Überhang am Heck. So sehen moderne Sportwagen aus, die einmal Klassiker werden. Dazu noch ein Dach, das sich auf Knopfdruck hinter den Rücksitzen versenkt und das Coupé in ein Cabrio verwandelt. Nicht ganz ein Cabrio, aber ein Targa. Die Preisliste sagt € 35.190,–. Sogar leistbar.

Der Innenraum ist schmal geschnitten. Ein 3,92 Meter kurzer und 1,74 Meter breiter Zweisitzer ist halt kein SUV. Dazu passend die Körpernah geformten Sportsitze mit gutem Seitenhalt und eingebauten Kopfstützen.
Rundinstrumente mit einem großen, mittigen Drehzahlmesser lassen auch innen keine Zweifel aufkommen, dass es sportlich zugeht. Ein wenig wie ein Stilbruch wirkt da der 18-Zentimeter-Bildschirm, der aus der Mitte des Armaturenbrettes wächst und als Schaltzentrale für Infotainment, Telefonanbindung und Navigationssystem dient. Dem Handschuhfach entspricht am ehesten die Klappe, die sich hinten zwischen den Sitzen befindet. Wenn darin die abnehmbaren Becherhalter verstaut sind, ist tatsächlich nur noch Platz für
Handschuhe.

Wer mehr zu verstauen hat, dem bleibt der Kofferraum. Übersiedlungen gehen sich keine aus, aber die 127 Liter Volumen fassen immerhin zwei Reisetaschen.

Sind sie einmal verstaut, beginnt das Vergnügen. Gestartet wird der 160-PS-Zweilitermotor des Testwagens per Tastendruck. Und sind die Kolben einmal in Bewegung, zeigt der MX-5, wo der Bartel den Most holt. Das tiefe Brodeln im Standgas geht in ein heiseres Fauchen über, wenn das Gaspedal gelupft wird. Da der Roadster nur etwas mehr als 1.000 Kilo wiegt, kann der Vortrieb das halten, was der Klang verspricht.

Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h erfolgt in 7,5 Sekunden. Das auf sportliche Fahrweise ausgelegte Fahrwerk sorgt dafür, dass der über die Hinterachse angetriebene Roadster wie ein Go-Kart um die Ecken wieselt.

Auch auf der Autobahn ist der Mazda ein angenehmer Weggefährte. Dort läuft er wie an der Schnur gezogen geradeaus. Die Gänge rasten exakt und knackig nach kurzen Wegen ein.

Wer dabei den Wind in den Haaren spüren will, öffnet das Dach auf Knopfdruck hurtig innerhalb von 13 Sekunden. Wie sich das Dach einklappt, erinnert ein bisschen an das „Roboter-Falten“ der „Transformers“. Aus Sicherheitsgründen funktioniert das Öffnen nur bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h. Und die werden schon überschritten, wenn der Wagen ausgekuppelt auf einer leicht abschüssigen Straße rollt.

Bei ziviler Fahrweise lässt sich der Roadster mit erfreulichen sieben Litern Benzin 100 Kilometer weit bewegen. Erfreulich deshalb, weil der Wert nur etwa einen halben Liter vom Normverbrauch abweicht.

In der Ausstattungslinie Attraction hat der MX-5 RF schon serienmäßig die 18-Zentimeter-Farbanzeige mit Berührungsfeld, LED-Scheinwerfer und Leuchten, Klimaautomatik, Ledersitze mit Sitzheizung und Regen- sowie Lichtsensor an Bord.

In Verbindung mit dem 1,5-Liter-Benziner mit 130 PS gibt es Cabriofreuden schon ab E 31.390,–. Die Ausstattung Revolution des Testwagens bringt noch eine Ausparkhilfe mit, hat einen Fernlicht- sowie Spurwechsel-Assistenten, Kurvenlicht, ein schlüsselloses Zugangssystem und ein Bose-Klangsystem mit neun Lautsprechern.
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