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Ausgabe Nr. 20/2017 vom 16.05.2017, Fotos: Thomas & Thomas, Sony Music
Max Müller: "Kein Hund ist vor mir sicher und sobald ich einen sehe, streichle ich ihn sofort und muss ein bisschen mit ihm plaudern."
Der ausgebildete Opernsänger Müller hat schon mehrere CDs herausgebracht. Das neueste Werk: "Tierisch"
„Ich bin verliebt“
Der Schauspieler Max Müller, 52, liebt nicht nur seine Rolle des „Michi Mohr“ in der beliebten Serie „Die Rosenheim-Cops“, sondern auch das Singen. Und das durchaus humorvoll, wenn er auf seiner neuen CD „Tierisch!“ von Werwölfen und Regenwürmern berichtet. Welches Tier er gerne daheim hätte, verriet er der WOCHE-Reporterin Elke Morri im Gespräch. Ebenso, welche Fältchen ihn stören.
Herr Müller, auf Ihrer neuen CD „Tierisch!“ haben Sie sich der Tiere in Musik und Poesie verschrieben. Sie singen Lieder wie „Die süßesten Früchte“, „Wenn ich mit meinem Dackel …“ oder „In der Bar zum Krokodil“. Haben Sie denn eine besondere Beziehung zu Tieren?
Auf jeden Fall. Ich bin mit vielen Tieren aufgewachsen. Angefangen von Hunden, Katzen bis hin zu Goldfischen, Tauben und Hamstern. Bei uns zu Hause ist es zugegangen wie in einem Zoo (lacht). Mein Lieblingsmärchen als Kind war außerdem „Der Wolf und die sieben Geißlein“. Mein Vater hat mir deshalb auch eines Tages ein Zicklein mitgebracht. Doch ich hatte dieses herzige Tier nur für zwei Wochen, dann kam es wieder auf den Bauernhof. Als Haustier ist so ein Zicklein dann halt doch nicht geeignet (lacht).

Haben Sie zurzeit ein Haustier?
Nein, leider nicht. Ich hätte aber gerne einen Hund. Kein Hund ist vor mir sicher und sobald ich einen sehe, streichle ich ihn sofort und muss ein bisschen mit ihm plaudern. Ich liebe diese Tiere einfach, habe aber momentan keine Zeit für einen Hund. Schließlich braucht so ein Tier viel Auslauf und der Hund würde mir leid tun, wenn er mich zur Arbeit begleitet und dann nur im Theater oder am Drehort herumliegen muss. Wenn ich in Pension bin, schaffe ich mir aber garantiert einen Hund an. Am liebsten hätte ich irgendeinen mit Schnauzbart.

Auf Ihrer CD singen Sie auch „Ich muss im früheren Leben eine Reblaus g‘wesn sein …“. Als welches Tier würden Sie am liebsten in Ihrem nächsten Leben wiedergeboren werden?
Als Tiger oder Tintenfisch (lacht). Für mich sind das beeindruckende Tiere. Vor allem der Tintenfisch mit seinen drei Herzen. Aber im Ernst: Wenn ich es mir so recht überlege, möchte ich eigentlich als Mensch wiedergeboren werden. Da kenne ich mich schon ein bisserl aus.

Die Dreharbeiten für die 17. Staffel der beliebten „Rosenheim-Cops“ sind angelaufen. Sie spielen bereits seit 17 Jahren den Polizisten „Michi Mohr“. Hat sich da bei Ihnen noch keine Langeweile eingeschlichen?
Nein, überhaupt nicht. Ich liebe diese Rolle. Ich kann mich noch genau an meinen ersten Drehtag am 9. Juni 2000 erinnern. Das war alles äußerst spannend für mich und ist es bis heute geblieben. Vor allem auch, weil ich die Möglichkeit hatte, diese Rolle über die vergangenen 17 Jahre weiterzuentwickeln.

Als Polizist müssen Sie oft Uniform tragen. Was ziehen Sie privat gerne an?
Jeans, T-Shirt und Lederjacke. Da bin ich dem Michi Mohr ähnlich. Fünf Lederjacken hängen in meinem Schrank. Ich sammle sie aber nicht. Eine Sammelleidenschaft habe ich nur für die Musik. Ich besitze 3.000 Schallplatten und 5.000 CDs. Meine absolute Lieblingssängerin ist Ella Fitzgerald. Die kann ich rauf und runter spielen. Und ich liebe alte Autos. Zurzeit fahre ich einen alten Mercedes, Baujahr 1992. Ich glaube aber, bald wird es Zeit, mir ein neues Auto anzuschaffen. Als ich den Mercedes gekauft habe, hatte er 30.000 Kilometer drauf, jetzt sind es bereits 600.000 Kilometer.

Mit neumodischem Gerät können Sie also nichts anfangen?
Nein. Es macht mich narrisch, wenn ich beim Einparken ständig ein Piepsen höre. Entweder ich kann einparken oder nicht. Mein Auto muss nicht kochen und Rumba tanzen können. Ich besitze auch erst seit drei Jahren einen Computer. Wenn ich mit jemandem in Kontakt treten möchte, telefoniere ich am liebsten.

War also Ihre schlimmste Verkehrssünde, dass Sie in Ihrem Auto ohne Freisprechanlage telefoniert haben?
Nein, das nicht. Aber ich bin vor Kurzem in Klagenfurt bei Rot über die Kreuzung gefahren. Das sollte man natürlich nicht tun. Aber zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen: Es war zwei Uhr in der Früh, weit und breit kein Auto und die Ampel war fast noch dunkelgelb.

Sie sind oft daheim in Klagenfurt und besuchen Ihre Mutter. Haben Sie einen Lieblingsplatz in Kärnten?
Ich bin ja Fische im Sternzeichen, liebe das Wasser und bin deshalb gerne am Wörthersee. Besonders mag ich den Loretto-Spitz. Von da aus habe ich einen traumhaften Blick auf Maria Wörth und den Pyramidenkogel.

Ihr Vater war Süßwarenhändler. Gibt es eine Süßspeise, der Sie nicht widerstehen können?
Dem Grießschmarren meiner Mutter.

Ist das Wasser Ihr Jungbrunnen? Mit 52 Jahren sehen Sie noch immer äußerst jugendlich aus.
Na ja, ich habe Tränensäcke und ziemliche Lachfalten um die Augen, wie bei einer Ziehharmonika (lacht). Ich habe mir sogar einmal überlegt, mir diese Stellen straffen zu lassen, bin aber davon wieder abgekommen. Ein Schönheitschirurg hat mir erklärt, dass man ab Mitte 70 nicht mehr dasselbe Gesicht hat und sich der Ausdruck verändert. Wenn ich dann als Schauspieler noch arbeiten kann, würde ich vielleicht ein ganz leichtes Lifting machen lassen. Was ich aber kategorisch ablehne, ist Botox, das die Muskulatur lähmt. Das ist für einen Schauspieler eine Katastrophe.

In einem Gespräch mit der WOCHE haben Sie einmal gesagt, dass Sie Single seien. Hat sich das geändert?
Ja, ich bin seit ein paar Monaten wieder in einer Beziehung und glücklich verliebt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?
Ja, auf jeden Fall. Aber es gibt auch die Liebe auf den zweiten, dritten und vierten Blick.

ZUR PERSON

Max Müller wurde am 12. März 1965 in Klagenfurt (K) geboren. Er studierte Schauspiel und Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und war sieben Jahre lang Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt in Wien. Der Durchbruch beim Fernsehen gelang ihm mit der Rolle des schusseligen Polizeihauptmeisters Michi Mohr in der Serie „Rosenheim-Cops“. Er ist auch ausgebildeter Opernsänger und hat schon mehrere CDs herausgebracht. „Andere Menschen kaufen gerne Autos, ich mache gerne CDs“, sagt er über seine Leidenschaft. Müller lebt in München (D) und Klagenfurt.
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