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Ausgabe Nr. 16/2017 vom 18.04.2017, Foto: caters news
Großvater Andrew Kuzyk mit seinen drei Enkerln.
„Glückspilz“ besiegt in 46 Jahren neun Mal den Krebs
Wir haben bei Ihnen einen bösartigen Tumor entdeckt.“ Mit dieser schrecklichen Diagnose werden Tag für Tag Menschen konfrontiert. Andrew Kuzyk aus der Kleinstadt McDonough im Bundesstaat Georgia (USA) musste diese Nachricht gleich mehrmals verarbeiten. Unglaubliche neun Mal ist der stattliche Mann, der niemals eine Zigarette anrührte, dem Krebstod schon von der Schaufel gesprungen.
„Meine Verzweiflung war in den ersten Jahren unbeschreiblich. Einfach aufgeben kam für mich aber nie in Frage“, erzählt der dreifache Großvater, der nach 46 Jahren des Kampfes mit seinem Schritt in die Öffentlichkeit nun auch anderen Krebspatienten Mut machen will. „Viele hören die Diagnose Krebs und verbinden damit sofort den Tod. Aber Krebs kann überlebt werden. Ich bin das beste Beispiel dafür“, versichert der 54jährige. Denn heute fühlt er sich gesund, blickt hoffnungsvoll in die Zukunft und bezeichnet sich selbst als glücklichsten Mann der Welt.

Ein echtes Wunder. Schließlich begann sein Leidensweg bereits im Alter von acht Jahren, als ein Teil seines Ohres wegen einer seltenen Form von Hautkrebs entfernt werden musste. Den zweiten Überlebenskampf bestritt er neun Jahre später, als sich der Hautkrebs unerwartet zurückmeldete. Der damals 17jährige wurde operiert, die Wunde entzündete sich, großflächig wurden Hautpartien herausgeschnitten. Dennoch bildeten sich Metastasen am Rücken, ein Lymphdrüsentumor folgte. „Ich habe tagelang nur geweint. Meine Mutter war an Krebs gestorben, mein Vater auch“, so Kuzyk. Und als die Ärzte im folgenden Jahr auch noch Gallenblasen- und Nierenkrebs feststellten, gaben sie ihm nur noch eine vierprozentige Überlebenschance.

Doch der „ewige“ Patient hielt durch. Bis zur nächsten, übernächsten und den noch folgenden Hiobsbotschaften. Den Gedanken ans Sterben schob er dabei konsequent zur Seite. Auch gegenüber seiner Familie ließ er sich gefühlsmäßig kaum etwas anmerken. „Weil ich weiß, wie stark das einem Angehörigen an die Nieren gehen kann.“ Seine jüngsten drei bösartigen Melanome besiegte Andrew Kuzyk erst vor wenigen Wochen. „Ich glaube, ich habe nur durch meinen Kampfgeist, meinen unerschütterlichen Glauben und durch die Geschicklichkeit der Chirurgen überlebt“, meint der „größte Glückspilz der Welt“.
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