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Ausgabe Nr. 15/2017 vom 11.04.2017, Fotos: picturedesk.com
Vor seinem 90. Geburtstag ist Papst Benedikt guter Dinge, verrät sein Sekretär.
Benedikt XVI. wohnt im Kloster „Mater Ecclesiae“.
Benedikt XVI. feiert am Ostersonntag seinen 90. Geburtstag
Vier Jahre ist es her, dass Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt verkündete. „Meine Kräfte reichen nicht mehr aus“, begründete er seine Entscheidung. Es war der erste freiwillige Rücktritt eines Papstes seit dem Mittelalter. Seit der Niederlegung des Pontifikats wohnt er in den Vatikanischen Gärten im ehemaligen Kloster „Mater Ecclesiae“, in dem er seinen 90. Geburtstag am Ostersonntag feiern wird.
„Papst Benedikt ist guter Dinge“, verrät sein Sekretär, Kurienerzbischof Georg Gänswein, 60. „Was ihm Sorgen bereitet, sind die Beine. Er hat Schwierigkeiten mit dem Gehen, darum nimmt er den Rollator zu Hilfe. Damit kommt er gut zurecht. Sonst ist er klar im Kopf“, sagt Gänswein.

Der emeritierte Papst liest, betet, hört Musik und hat regelmäßig Besuch. „Jeden Tag ist auch ein kleiner Spaziergang mit Rosenkranz angesagt. Außerdem hält er am Sonntag immer eine schöne Predigt“, erzählt der Kurienerzbischof. Einer der Besucher ist sein Bruder, Priester Georg Ratzinger, 93. Die beiden empfingen am 29. Juni 1951 die Priesterweihe.

Benedikt XVI., damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Joseph Aloisius Ratzinger, lehrte danach an der Universität in Regensburg (D). Einer seiner Studenten war der heutige Erzbischof von Wien, Christoph Schönborn, 72. Ratzinger wurde ebenfalls Erzbischof, erhielt die Kardinalswürde und wurde im Jahr 2005 zum Papst gewählt. Während seiner Amtszeit brachte er neue Ideen ein, erlebte aber auch bittere Zeiten. Etwa das erneute Aufbrechen des Missbrauchsskandals und der Verrat geheimer Dokumente durch den päpstlichen Kammerdiener Paolo Gabriele.

All das scheint im Kloster, in dem er seinen Lebensabend verbringen wird, weit weg. „Dies ist der Ort, an den ich mich zurückziehen konnte, um den Gebetsdienst, zu dem Papst Johannes Paul II. dieses Haus bestimmt hatte, fortzusetzen“, erklärt der zurückgetretene Papst.
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