Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 15/2017 vom 11.04.2017, Foto: picturedesk.com
Fünf Jahre nach ihrem letzten Album meldet sich Nelly Furtado mit neuen Liedern zurück.
„Ich fühlte eine große Leere in mir"
Sie hat gleich für ihren ersten Hit „I‘m Like A Bird“ mit dem „Grammy“ die höchste Auszeichnung der Musikbranche erhalten. Und im Laufe ihrer Karriere mit „Promiscuous“, „Forza“ sowie „Maneater“ weitere Höhepunkte geliefert. Nun, im Alter von 38 Jahren und fünf Jahre nach ihrem bislang letzten Album ist die in Toronto lebende Kanadierin mit portugiesischen Wurzeln Nelly Furtado wieder da. „The Ride“ heißt ihr neues Werk, und es ist keine Hochglanz-Produktion mehr, sondern eine vergleichsweise kleine, feine Sammlung von Liedern.
Sie haben fünf Jahre lang kein Album veröffentlicht.
Was haben Sie in der Zeit gemacht?

Ich habe eine lange und manchmal beschwerliche Reise unternommen – eine Reise in mein Innerstes. Ich könnte sagen, dass ich die Inventur meines Lebens gemacht habe.

Was kam dabei heraus?
Dass mich eine Karriere als bloße Popmusikerin nicht mehr ausfüllt. Ich mache diesen Beruf seit 1998, brachte im Jahr 2000 mein erstes Album heraus und hatte viel Erfolg. Ich kann mich wirklich nicht beschweren, und doch hinterließ die Arbeit eine erhebliche Leere in mir. Ich musste mein Leben mit anderen Dingen ausfüllen.

Womit denn?
Ich habe wieder ein normales Leben gelebt. Endlich wieder selbst mein Klo geputzt. Im Ernst, das war wie Meditation. Und ich war neugierig, ich wollte neue Erfahrungen machen. Also habe ich auf der Uni Kurse in Drama und Drehbuchschreiben belegt. Derzeit schreibe ich an meinem ersten Theaterstück. Ich habe auch endlich gelernt zu nähen, und habe an einem Zehn-Kilometer-Lauf teilgenommen. All das hat meine Ängste gemildert und ich fühle mich ausgeglichener.

Sie haben ja auch eine Tochter, nicht wahr?
Ja, Nevis ist 13 Jahre alt. Sie war mit mir in Kenia, wo ich Hilfsprojekte für Jugendliche unterstütze.

Sie tragen kurze Haare. Was hat es damit auf sich?
Ich habe mir „Außer Atem“, diesen wunderbaren Film von Jean-Luc Godard, angesehen. Danach wollte ich auch so einen schicken Pixie-Schnitt.
SR
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung