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Ausgabe Nr. 14/2017 vom 04.04.2017, Fotos: hgm-press
Heidelinde Weis: "Auf der Bühne und vor der Kamera wird es mich ab sofort nicht mehr geben."
Nach schweren Zeiten freut sich Heidelinde Weis auf den Ruhestand.
Publikumsliebling Heidelinde Weis, 76, beendet Karriere nach ihrer überstandenen Krebserkrankung
Von der „Schwarzwaldklinik“ bis zum „Traumschiff“, Millionen Zuschauer kennen und lieben Heidelinde Weis. Überhäuft und gefeiert mit zahlreichen Auszeichnungen hat sie viele Jahrzehnte Fernseh- und Theatergeschichte geschrieben. Doch jetzt beendet die Darstellerin ihre Karriere.
„Ich höre auf. Auf der Bühne und vor der Kamera wird es mich ab sofort nicht mehr geben“, erklärt die 76jährige, die ihre Karriere am Wiener Theater in der Josefstadt begann und ihren Durchbruch im Fernsehen mit der Romanverfilmung „Die Frau in Weiß“ (1971) feierte. Auslöser für den überraschenden Rücktritt war eine erst kürzlich überwundene Blasenkrebs-Erkrankung. „Ich stand wirklich auf der Kippe, weil die Krankheit schon weit fortgeschritten war. Der behandelnde Arzt sagte mir, seine Mutter würde er nicht mehr operieren“, schmunzelt Weis, die nun bereits zum dritten Mal den Krebs besiegt hat. Schließlich hatte sie schon im Jahr 1997 ein bösartiges Analkarzinom, „was ekelhaft war.“

Ihre Brustkrebserkrankung im Jahr 2010 bezeichnet der Publikumsliebling dagegen als lapidar. „Da habe ich nach einer Woche schon wieder gearbeitet, hatte aber auch Glück, weil der Krebs noch in einem Stadium war, in dem die Brust nicht abgenommen werden musste“, erinnert sich die Mimin, die trotz all der Schockdiagnosen nie mit ihrem Schicksal haderte. „Es kommt eh, wie es kommen muss“, sagt sie selbstbewusst.

Heute jedenfalls fühlt sich die 76jährige den Anforderungen, die der Schauspielberuf mit sich bringt, nicht mehr gewachsen. „Ich bin froh, dass ich mich nicht mehr beweisen muss. Ich habe auch keine Ahnung, ob mich der Krebs irgendwann wieder erwischt. Im Moment bin ich gesund“, erzählt sie und blickt optimistisch in die Zukunft.

Nur einmal noch will sie selbst Regie führen, beim zweiten Teil des Bühnenstückes „Nächstes Jahr, gleiche Zeit“, so wie schon vor 20 Jahren.

„Das hat sich mein Kollege Heiner Lauterbach von mir als Abschiedsgeschenk gewünscht“, verrät Heidelinde Weis, die selbst als gereifte Dame noch auffallend attraktiv ist.
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