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Ausgabe Nr. 13/2017 vom 28.03.2017, Fotos: toa555/Fotolia, picturedesk.com
Stickoxide und Feinstaub: Dem billigeren Diesel soll es an den Kragen gehen.
Andrä Rupprechter: „Wer sich jetzt ein Diesel-Auto kauft, der muss damit rechnen, dass sich in den nächsten Jahren hier Änderungen ergeben“.
Höhere Steuern und Fahrverbote für Diesel-Autos
Bis Mitte des Jahres soll die Klima- und Energiestrategie der Regierung fertig sein. Sie wird eine „Ökologisierung unseres Steuersystems“ bringen, verspricht ÖVP-Umweltminister Andrä Rupprechter. Dieselfahrer müssen dann tiefer in die Tasche greifen.
„Wer sich jetzt ein Diesel-Auto kauft, der muss damit rechnen, dass sich in den nächsten Jahren hier Änderungen ergeben“, sagte Rupprechter zuletzt.
Noch zahlen Diesellenker an der Tankstelle um 8,5 Cent weniger Steuer als jene, die mit Benzin fahren. Umweltschützern ist das ein Dorn im Auge. Vor allem der Stickstoff-Ausstoß ist gesundheitsgefährdend. Er kann zu Bronchitis, Lungen- und Herzschäden führen.

Forscher haben jüngst festgestellt, dass sogar viele Diesel-Autos der modernsten Schadstoffklasse 6 mehr giftige Stickoxide in die Luft blasen als neue Busse oder Lastwagen. Bei uns sind mehr als 2,7 Millionen Diesel-Autos unterwegs, nur rund zwei Millionen Pkw werden mit Benzin betrieben.

In Wien wollen die Grünen jetzt ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge, auch wegen der Feinstaub-Belastung. Sie war in der Bundeshauptstadt heuer schon an 20 Tagen zu hoch. Noch schlimmer ist die Lage in Graz, wo an 34 Tagen Feinstaub-Alarm herrschte. Studien zeigen, dass die Grazer deshalb elf Monate früher sterben.

In 50 deutschen Städten gibt es schon Beschränkungen für Autofahrer. Ab Jänner 2018 dürfen in Stuttgart (D) ältere Dieselfahrzeuge an Tagen mit Feinstaub-Alarm zum Teil nicht mehr fahren. Auch in weiteren deutschen Städten drohen Fahrverbote.
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