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Ausgabe Nr. 13/2017 vom 28.03.2017, Foto: duty
Schauspielerin Kristina Sprenger freut sich über den Frühling.
„Beim Garteln bin ich glücklich“
Vorbei ist es mit der Winterruhe. Im Garten herrscht wieder Hochbetrieb. Gemüsesamen säen, Setzlinge und Blumen in die Erde setzen, Bäume und Sträucher fachgerecht stutzen. Schneller und leichter geht es mit dem richtigen Werkzeug. Für die beliebte Schauspielerin Kristina Sprenger ist das Unkrautjäten die liebste Beschäftigung im Garten. Fürs Rasenmähen hat sie sich Hilfe geholt.
Ich verbringe meine Freizeit gerne in unserem Garten. Am liebsten mit meiner Tochter Rosa und unserer Hündin“, schwärmt die Schauspielerin Kristina Sprenger.

Wald, Wiese und Garten liegen der gebürtigen Tirolerin naturgemäß am Herzen. Daher widmet sie ihren Grünflächen möglichst viele ihrer freien Stunden, um einen rundum gepflegten Garten genießen zu können. Die 40jährige packt an, greift aber immer wieder gerne auf technische Unterstützung zurück. „Wir haben uns im Vorjahr einen Mäh-Roboter gekauft und sind begeistert. Einmal programmiert, arbeitet er selbstständig. Sollte er an einer Stelle hängen bleiben, schaltet er sich aus. Das Beste, ich kann ihn vom Smartphone aus steuern, wenn ich beruflich unterwegs bin“, schwärmt Sprenger, die seit 2014 Intendantin der Festspiele Berndorf (NÖ, „Traum von Hochzeit“, 1.8.–3.9., „Der Gott des Gemetzels“, 11.10.–28.10.) ist.

Das 1x1 der Gartenscheren

Mit dem richtigen Werkzeug im Garten ist es einfach, das zu betreuende Grün fachgerecht zu pflegen. Doch die große Zahl an Scheren, Schaufeln und anderen Geräten macht die Entscheidung nicht leicht. Die Auswahl ist groß, die Unsicherheit auch.

„Wichtig ist, dass das Gartenwerkzeug gut in der Hand liegt und nicht zu viel Kraft bei der Arbeit aufgewendet werden muss“, sagt DI Thomas Uibel, Leiter der Schaugärten in der Garten Tulln. „Ein wichtiges Werkzeug ist die Gartenschere. Ich empfehle eine Bypass-Schere. Bei dieser Schneidetechnik gleiten die Klingen aneinander vorbei. Ihr Schnitt schont das Grün und sind die Klingen scharf, ist die Schnittfläche sauber und glatt.“

Der Experte rät dazu, vor dem Kauf die Gartenschere in die Hand zu nehmen. „Sie sollte rutschfeste Griffe haben und ergonomisch gebaut sein, damit die Hand nicht mit der Zeit müde wird. Achten Sie darauf, dass die geöffnete Schere die Hand nicht ganz auseinanderzieht. Ist das der Fall, muss viel Kraft aufgewendet werden, um die Schere zu bedienen. Die Hand wird müde oder beginnt zu schmerzen. Einige Anbieter haben daher Gartenscheren in den Größen Small, Medium und Large“, sagt der Garten-Spezialist. Ist das passende Modell gekauft, rät Uibel, nur Grünzeug damit zu schneiden. Blumendraht und ähnliches beschädigen die Klingen und machen ein vorzeitiges Schleifen notwendig.

Arbeiten mit dem Sauzahn

In Kristina Sprengers Garten in NÖ gedeihen viele Obstbäume, in einer Ecke laden „Nasch-Sträucher“ im Sommer zum Pflücken der Ribiseln und Himbeeren. „Die Beerensträucher haben wir für unsere Tochter Rosa eingepflanzt, sie liebt Blumen. Für sie haben wir extra ein Beet angelegt“, verrät die beliebte Schauspielerin. Für das Setzen von Sträuchern oder Anlegen von Beeten ist der Spaten unersetzlich. „Bei einem schweren, steinigen Boden wählen Sie ein dreieckig geformtes Spatenblatt. Dann geht die Arbeit leichter. Der Spaten sollte geschliffen sein und ist im Idealfall aus Stahl. Ein Dreiecksgriff liegt besser in der Hand als ein T-Griff“, verrät der Experte.

Um den Gartenboden zu „lüften“ und aufzulockern, ohne dabei die nützlichen Bodenlebewesen zu stören, eignet sich hervorragend ein sogenannter Sauzahn oder eine Grabgabel mit vier Zinken. „Damit bleiben die Wurzeln der Pflanzen unverletzt“, versichert der Garten-Profi.

Terrakotta oder Plastik

Soll sich im Sommer der Balkon in eine grüne Insel verwandeln, genügt freilich ein kleiner Werkzeugkasten. Zum sauberen Bestücken der Blumenkästen oder -töpfe lohnt es sich, mit einer Blumenkelle zu arbeiten. Qualität macht sich auch hier bezahlt. „Günstige Schaufeln verbiegen sich bald. Es lohnt sich, einmal mehr zu investieren und dafür viele Jahre eine gute Kelle zu haben. Ein Modell aus Edelstahl und mit Holzgriff verspricht Qualität.“

Bei der Frage nach den besten Balkonkästchen rät der Experte, „Wer nicht aufs Gewicht der Bepflanzung am Balkon aufpassen muss, tut seinen Blumen Gutes, sie in Töpfe oder Kästchen aus Steingut, Ton oder Terrakotta zu setzen. Das Naturmaterial bietet den Wurzeln besseres Klima. Wer zu Kunststoffkästchen greifen muss, sollte doppelwandige Modelle wählen. Darin werden die Pflanzenwurzeln im Sommer nicht so warm und die Pflanze wird es mit einer längeren Lebensdauer danken.“

Die Garten Tulln, Schaugärten-Ausstellung, 8.4.–15.10., tgl. 9–18 Uhr, www.diegartentulln.at, Tel.: 02272/68 188.
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