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Ausgabe Nr. 11/2017 vom 14.03.2017, Foto: picturedesk.com
Ottfried Fischer war mehrere Tage lang bewusstlos.
Sorge um den „Bullen von Tölz“
Ottfried Fischer erholt sich im Spital von einer Blutvergiftung
Gute Besserung, Otti.“ Genesungswünsche wie diese trudeln derzeit bei Ottfried Fischer ein. Der beliebte 63jährige Schauspieler lag mehrere Tage ohne Bewusstsein im Spital. Grund war eine Blutvergiftung.

„Ich suchte vor einigen Wochen eine Fachklinik in München (D) auf, um mich wegen meiner Parkinson-Krankheit behandeln zu lassen. Als ich eines Tages in meinem Krankenzimmer stand, wurde mir plötzlich schwarz vor Augen. Ich dachte, das war es jetzt“, erzählt Fischer.

Der Schauspieler brach bewusstlos zusammen. Er wurde sofort auf die Intensivstation verlegt. Dort lag Fischer mehrere Tage, war nicht bei Bewusstsein. Die Ärzte diagnostizierten bei ihm eine Blutvergiftung, die von einem seltenen Keim ausgelöst wurde. Kurz darauf erlitt Fischer eine Lungenentzündung. Sein Körper war stark geschwächt, die Mediziner kämpften um das Leben des Deutschen, der in seiner Paraderolle als „Bulle von Tölz“ Bekanntheit erlangte.

Der Schauspieler selbst bekam davon nichts mit. „Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern“, sagt Fischer, dem es mittlerweile wieder besser geht. Die Intensivstation durfte er wieder verlassen, im Spital liegt er aber noch. Täglich bekommt er Post von Freunden, die ihm alles Gute wünschen. „Otti, ich umarme dich. I red ned lang drumrum: Wir sehen uns bald auf ein Bier“, schreibt der Schauspieler Elmar Wepper, 72.

Die Schauspielerin Michaela May, 64, schickte ebenfalls Grüße ins Spital. „Lieber Otti, du schaffst das. Du bist ein Steher. Auf deinen hintersinnigen und blitzschnellen Humor will ich wirklich nicht verzichten“, macht ihm May Mut.

Obwohl er sich noch im Bett erholen muss, sprüht Fischer voller Tatendrang. Er arbeitet bereits an neuen Texten für sein Kabarettprogramm. „Ich kann es gar nicht erwarten, hier rauszukommen. Immerhin habe ich in der Zeit 30 Kilo abgenommen“, sieht Fischer auch etwas Gutes an der Erkrankung.

Bevor er wieder auf die Bühne darf, muss er noch zur Reha. „Ich freue mich, bald wieder vor Publikum auftreten zu dürfen“, blickt Fischer optimistisch in die Zukunft.
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